Rezensionen

[Rezenson] Der dunkle Kuss der Sterne von Nina Blazon

 

Inhalt

Die finstere Vergangenheit der Macht
Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Meinung

kussCanda wächst gut behütet in den Palästen Ghans als zukünftige Herrscher auf. Sie ist Tian seit Kindestagen an versprochen und nach ihrer Hochzeit werden sie zu einer Zweiheit, einer weit über eine Partnerschaft hinausgehende Verbundenheit. Canda ist nicht nur schön, ihr Glanz bringt die Menschen zum Strahlen und dieser Gabe ist sie auch bewusst. Sie besitzt drei weitere Gaben. Die der Erinnerung, des mathematischen Verständnisses und des Orientierungssinns. Alle Höheren in Ghan haben solche Gaben und durch sie erhält die Stadt ihren Reichtum und ihre Macht. Canda ist ist ganz das verwöhnte Prinzesschen, dass auf Menschen mit niederem Stand herabschaut uns sich im Glanz ihrer Gaben badet. Bis ihr in der Nacht vor ihrer Hochzeit ihre wichtigste Gabe gestohlen wird: Der Glanz. Mit ihm ist auch Tian verschwunden und in ihrer Verzweiflung über ihr nun normalsterbliches Spiegelbild und der Verlust ihres Geliebten macht sie sich zusammen mit dem Slaven Amad auf die Suche nach beiden. Sie ahnt noch nicht, dass ihr ihr größtes Abenteuer bevorsteht.

Dieser Roman besticht durch seine fantastischen Elemente aus 1001 Nacht, die ich bislang aber in noch keinem Roman vorgefunden habe und seine wundervollen Figuren. Nina Blazon erschafft eine Welt, in der Haie an Land kommen und Lichter mehr sind, als sie zu scheinen vermuten.

Am meistern gefielt mir Candas Verwandlung, bei der mir einige Parallen zu unserer Welt aufgefallen sind. Sie lebt in dem Glauben, dass alles was da ist, auch gut so ist. Was ihr beigebracht wird, muss so stimmen und da es schon immer so gewesen ist, muss nichts hinterfragt werden. Auf ihrer Reise lernt sie, die Dinge in einem neuen Licht zu betrachten und das nicht immer alles was gut scheint, auch gut ist. Auf ihrer Suche begegnet Canda Fremden, die zu Freunden werden, die in ihrem früheren Leben vielleicht ihre Sklaven geworden wären, mehr aber auch nicht.

Fazit

Die Figuren haben mich in ihre Welt gezogen und ich habe mich mit ihnen gefreut und auch mit ihnen geweint. Die letzten Seiten habe ich mit einem lachenden und einem weinen Auge verschlungen. Von mir aus hätte Blazon hieraus auch eine Trilogie machen können. Ich für meinen Teil hätte auf jeden Fall alle Bände gekauft. 

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