Rezensionen

Rezi: Luisa Buresch – Wenn die Liebe hinfällt *3,5 Sterne*

hinfaelltInhalt:

Wann hatten Sie das letzte Mal Liebeskummer … aber so richtig? Alia und Leander gelten als Traumpaar. Sogar als Traumfamilie, denn da gibt es noch Töchterchen Katie. Wie alle Freunde um sie herum glaubt die liebenswert-chaotische Alia, das mit ihr und Leander sei etwas Besonderes. Umso schlimmer ist der Absturz, als Leander auf einmal den Satz raushaut, den Alia nur aus den Groschenromanen kennt, über die sie an der Uni forscht: »Alia, ich muss dir was sagen, es gibt da eine andere …« Für Alia bricht eine Welt zusammen. Dass Liebe so verdammt wehtun kann, hatte sie nicht für möglich gehalten. Mühsam rappelt sie sich mithilfe ihrer Freundinnen und des neuen grummeligen Nachbarn halbwegs auf, da steht Leander plötzlich wieder vor der Tür.

 

Meinung:

*steht sie auch wieder auf!“

Den Titel kann ich im Nachhinein nicht so ganz nachvollziehen, aber ich möchte das Ende natürlich nicht verraten.

Ich danke nochmals dem KiWi-Verlag für mein Leseexemplar.

In diesem Roman begegnen wir der jungen Mutter Alia, die kurz vor ihrer Magisterarbeit steht und nebenbei versucht, ihre Beziehung zu Leander am Laufen zu halten. Sein Job und ihr Studium bringen sie jedoch immer mehr auseinandern und eines Tages eröffnet er ihr, dass er sich in eine andere verliebt hat. Werden sie für immer auseinander gehen oder hat diese Liebe noch eine Chance?

Der erste Leseabschnitt hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig jedoch sind die Kapitel recht kurz gehalten. Alia wirkte auf den ersten Blick sehr sympathisch, auf wenn sie ihr Leben nicht ganz auf die Reihe zu bekommen scheint. Was mich schnell störte war, dass die Sprünge zwischen naher Vergangenheit, weiter Vergangenheit und Gegenwart sehr durcheinander waren. In den späteren Abschnitten ist meine Leselust leider immer mehr vergangen, da ich die meisten Handlungen der Hauptprotagonistin nicht nachvollziehen konnte. Jedoch konnten mich die anderen Personen weiter überzeugen. Wenn man ein nervliches Wrack wie Alia ist kann man froh sein, solche Freunde zu haben. Sie lernt durch sie auch, dass hinter jeder Fassade einer perfekten Beziehung auch Probleme stecken jedoch bekommt man beim Lesen dieser Lektüre oft das Gefühl, als es wahrscheinlich überhaupt keinen Sinn macht, eine Beziehung einzugehen. Entweder, jeder geht jedem fremd oder wirklich jeder hat psyischen Schwersterkrankungen. Jedoch: wenn es dir beim lesen schlecht geht schafft es ein Autor, dies bei dir auszulösen und damit hat er seinen Job gut gemacht.

Das Ende bezüglich Alia hat mir gut gefallen. Ich finde es nur schade, dass die Geschichten um die Personen um sie herum offen bleiben. Aber vielleicht werden diese ja mit einem weiteren Buch zu Ende gebracht? Es wäre schade, wenn diese Frage ungeklärt blieben.

 

Fazit:

Ich bin wahrscheinlich mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch rangegangen. Das Buch hat grundsätzlich potenzial und Stärken, es waren tatsächlich die seltsamen Handlungen von Alia, die mich hier zurückschreckten. Deswegen bekommt dieser Roman von mir leider nur 3,5 Sterne.

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