Rezensionen

[(Kurz-)Rezension] Abgeschnitten von Fitzek und Tsokos

Inhalt

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert.

 

Meinung

Der Roman beginnt mit einem Prolog, der direkt viele Fragen aufwirft, was sehr typisch für einen Fitzekthriller ist. Die Charaktere wurden gut ausarbeitet, weisen Tiefe auf und besonders die Kapitel aus Sicht des Täters sorgen für Nervenkitzel. Man hat regelrecht das Gefühl, mitten im Schneesturm, mitten in der Obduktion, ja mitten im Geschehen zu sein.

Die Geschichte geht schnell voran und beinhaltet überraschende Wendungen. Die Perpesktivenwechsel bauen Spannung auf, die bis zum Schluss nicht abflaut. Aufgrung der Zusammenarbeit mit Michael Tsokos wurde viel Fachwissen verarbeitet, welches teilweise bis ins kleinste Detail ausgeschmückt worden ist. Ein weitergehendes Eingreifen durch ihn in die Story, konnte ich allerdings nicht feststellen.

Für meinen Geschmack waren einige Szenen zu heftig und die armen Tiere hätte man auch raus lassen können. Jedoch weiß ich, dass gerade dieser Part typisch für das Genre ist und wahrscheinlich in jedem „Wie schreibe ich einen guten Thriller“ Ratgeber festgehalten wurde.

Einen Dämpfer hat mir das Ende verpasst, da ich immer noch nicht weiß, was ich von der Aussage halten soll.

Zusatz

Nachdem ich den Thriller gelesen hatte, bekam Martin von mir das Hörbuch zu Weihnachten. Die gekürzte Version verzichtet allerdings komplett auf die Kapitel aus Sicht des Täters, was einen großen Teil des Reizes nimmt. Ich würde euch von daher immer zur Buchvariante rate.

 

 

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0 thoughts on “[(Kurz-)Rezension] Abgeschnitten von Fitzek und Tsokos

  1. der inhalt hat mich so fasziniert, daß ich das buch unbedingt haben will. hab es auch schon gebraucht gefunden und schon bestellt. jetzt brauche ich dringendst lesezeit … muß zuerst das andere buch auslesen. 😉 danke für die tollen rezi’s.

    1. Ich freue mich immer sehr über deine Kommentare 🙂

      Bis auf „Der Nachtwandler“ haben mir bisher alle Fitzek-Romane die ich gelesen hab echt gut gefallen. Er hat´s einfach drauf 🙂

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