Rezensionen

[Rezension] Silber „Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier

Es gibt Autoren, deren Büchern man einfach kauft, auch wenn einen das Thema nicht interessiert oder man den Inhalt nicht kennt einfach nur, weil man weiß, dass dieser Autor einen nicht enttäuschen wird. Bei Kerstin Gier war dies, auf das erste Beispiel bezogen, auf zwei ihrer ChicLit-Romane in meinem Fall anwendbar. Silber trifft auf das zweite zu. Ich bin ein großer Fan der Edelstein-Trilogie und wusste, auch ohne die Inhaltsangabe gelesen zu haben, dass mich Silber einfach nicht enttäuschen konnte. Leider kam ich bis vor kurzem aufgrund meines Stapels ungelesener Bücher nicht dazu, den ersten Band zu lesen. Dank meines Geburtstages im Juli 2014 jedoch fanden Silber Teil 1 sowie Teil 2 schnell ihren Weg zu mir und was soll ich sagen: Ich habe die beiden Bände innerhalb von zwei Tagen verschlungen.

Inhalt

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen.

Meinung

silbereins

Der Schreibstil ist wie in allen anderen Büchern von ihr sehr flüssig und man findet schnell in die Geschichte rein. Wie auch in der Edelsteinreihe wird die Geschichte aus Sicht der Protagonistin in der 1. Person erzählt, wodurch man schnell einen Bezug zu ihr aufbaut. Kerstin Gier schafft es immer wieder, ihre jugendlichen Figuren glaubhaft erscheinen zu lassen, ohne einen aufgesetzten Jugendslang (wie z.B. bei der House of Night Reihe) einzubauen. Nicht zu vergessen ist der Humor Kerstin Giers, der sich durch sämtliche Ihre Romane zieht und der sich auch hier wieder findet. Ich kenne kaum eine deutsche Autorin, die einen so sehr in die Geschichten hineinversetzen kann wie sie.

Nach Livs Umzug nach London sehen sich Liv, ihre Schwester Mia sowie das Kindermädchen Lotti – auch beides Charaktere, die man sofort ins Herz schließt – sich nicht nur mit einem neuen Mann an der Seite von ihrer Mutter, sondern auch mit seiner Familie konfrontiert. Mit ihren neuen Stiefgeschwistern und besonders ihrem Stiefbruder Grayson und seinen ’schöngeföhnten‘ Freunden kann sich Liv zu anfangs zunächst nicht so recht anfreunden. Doch als ihr die vier Jungs in einem Traum begegnen, der so realistisch ist, dass es kein Traum sein kann, ist ihre Neugierde geweckt. Was bedeutet diese Zeremonie auf dem Friedhof? Wieso kann sie durch die Träume der anderen wandeln. Und warum taucht in ihren Träumen immer wieder diese grüne Tür auf?

Die Traumwelten sind fantasiereich gestaltet und alle Wendungen sind logisch und in sich schlüssig. Einige Charaktere sind klischeehaft gezeichnet, sind aber trotzdem liebenswert, so dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Die Protagonistin Liv, welche am Anfang noch leicht zickig und naiv auf den Leser wirkt, entwickelt sich im Verlaufe des Romanes weiter und es ist spannend, diese Entwicklung mitzuverfolgen.

Was wäre ein Gier-Roman ohne Romantik? Natürlich blüht auch in diesem Band eine zarte Liebe auf. Welchen der vier Jungs sich Liv jedoch aussucht wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Dieser Roman ist eines der Bücher, die man zwar immer weiter lesen möchte und nicht mehr aus der Hand geben kann, dann jedoch traurig ist, weil man es zu schnell zu Ende gelesen hat.

Das Buch schließt, wie der zweite Band in sich ab, beinhaltet jedoch einen roten Faden. Man könnte aus diesem Grunde auch den zweiten Band lesen, ohne den ersten zu kennen. Ich rate aber niemanden dazu, weil einem so jede Menge Lesevergnügen entgehen würde.

Die Covergestaltung, sowie die Verzierung der Seiten im inneren sind wunderschön gestaltet und es lohnt sich, einen Blick unter den Schutzumschlag zu werfen.

Fazit

Ein Must-Read und „Ich-kann-es-nicht-mehr-aus-der-Hand-legen“-Buch einer meiner Lieblingsautorinnen voller Magie, Liebe und Humor.

 

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3 thoughts on “[Rezension] Silber „Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier

  1. Hey 🙂

    Schöne Rezi und ich stimme dir total zu. Es dauert nur leider noch viel zu lange, bis das Finale erscheint, ich bin schon total aufgeregt obwohl es noch dauert :D.
    (Ich hätte hier noch eine Buchempfehlung für dich: Dein göttliches Herz entflammt von Kelly Keaton 😉 )

    Liebe Grüße
    Clary

    1. Hallo Clary 🙂 Nun dauert es ja nicht mehr lange und wir können den letzten Band in den Händen halten <3 Vielen Dank für deinen Buchtipp. Ich werde gleich direkt mal danach schauen. Liebe Grüße, Kit

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