Rezensionen

Rezi: Alyson Noël, Soul Seeker „Vom Schicksal bestimmt“ *3 Sterne*

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Inhalt:

Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Von einem Tag auf den anderen hat sie schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. Und dann wird sie in ihren Träumen auch noch heimgesucht von einem unbekannten Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Daire glaubt, den Verstand zu verlieren. Erst als sie zum ersten Mal Kontakt zu ihrer Großmutter aufnimmt, scheint sich alles zu klären. Denn von ihr erfährt sie, dass sie ein Soul Seeker ist. Nur sie hat die Fähigkeit, zwischen den Welten der Lebenden und der Toten zu wandeln. Doch dann begegnet sie Dace, dem Jungen mit den schönen blauen Augen in der Wirklichkeit, und von dem Augenblick an ringt ihre Großmutter mit dem Tod. Kann es sein, dass dieser charmante Junge nicht der ist, der er vorgibt zu sein und eine dunkle Gefahr von ihm ausgeht?

 

Meinung:

Nachdem mich die Evermore-Reihe enttäuscht, und diese bereits nach dem ersten Band für mich abgeschlossen hatte, viel mir dieser Roman in der Buchhandlung in die Hand. Die Story hörte sich sehr vielversprechend an und so beschloss ich, der Autorin noch eine Chance zu geben.

Was mich am meisten an Evermore gestört hatte, war die fehlende Spannung und so hoffte ich hier auf mehr Ereignisse und Dramatik. Doch auch hier passierte die meiste Zeit nicht sehr viel und viele schachtelsätzige Unterhaltungen zogen alles häufig sehr in die Länge. Oft beginnen solche Serien mit Büchern, die die komplette Geschichte einleiten und somit die Spannung in die Folgebände verlagern. Es ist jedoch dann besonders wichtig, den Leser bei Laune zu halten und ihn dazu zu bringen, die Folgebände zu kaufen. Ob der zweite Band den Weg in meinen SuB findet, darüber bin ich mir noch nicht so sicher.

Viele Aspekte haben mir sehr gut gefallen. Die Grundidee, dass Daire ihre Kraft von ihrem schamanischen Vorfahren geerbt hat, hat meinen Geschmack sehr getroffen und es war erfrischend, Urban-Fantasy mal in diese Richtung lesen zu können. In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass Daire sich zu pubertär verhalten hätte. Dies habe ich nicht so wahrgenommen. Ich fand sie für ihr alter sehr erwachsen – auch wenn sie sicher einige Startschwierigkeiten hatte (wie in der Höhle z.B.) – weil unter Anderem ihre Denkweise oft einen spirituellen Touch aufwies (was wiederum gut zur Story passte).

Daire, die sich die Lebensphilosophie ihrer Mutter angeeignet hatte, ließ Menschen nur ungern in ihr Leben, um Verlusten vorzubeugen. Einzig ihren Traummann – dem sie tatsächlich nur nachts in ihren Träumen begegnete – gewährte sie Spielraum. Umso verwunderter war sie, als er ihr nach ihrem Umzug zu ihrer Großmutter tatsächlich über den weg lief.

Bis jetzt haben wir also ein Mädchen, dass verrückt zu sein scheint, und einen „Traummann“, der tatsächlich auftaucht. Um das ganze spannender zu halten, hat die Autorin noch den Zwillingsbruder des Jungen eingebaut. Wir haben hier nun Dace und Cade. Zwei klischeehafte Schönlinge, die komplett schwarz-weiß gezeichnet wurden. Der eine abgrundtief böse – obwohl mir die ganze Zeit über die Bedrohung durch diese Person fehlte und der andere rein als reiner. Ich bin wirklich kein Freund von solchen Geschichten. Als ob sie es geahnt hätte, hat Noel später noch eingebaut, dass diese Charakteraufteilung durch Seelenaufspaltung entstanden ist, dies konnte es für mich jedoch nicht retten. Durch die Namensähnlichkeit habe ich die beiden übrigens auch öfters mal durcheinander gebracht und musste teilweise zurückblättern, um nachzuschauen, wer wer ist.

Das Verhältnis zwischen der Hauptprotagonisten und ihrer Oma erinnert mich stark an das von Zoey und ihrer Großmutter aus der House of Night-Reihe, auch wenn es hier noch aufgebaut werden musste. Diese Ähnlichkeit fand ich leider leicht störend.

Die Beschreibungen der Schauplätze und das Gefühlsleben der Hauptprotagonistin sind für mein Empfinden sehr gut ausgearbeitet. Wie gesagt, ich hadere gerade mit mir, ob ich weiterlesen möchte oder nicht. Dieser Roman hat seine Höhen aber auch einige Tiefen. Ich werde mir wahrscheinlich noch ein paar Rezensionen durchlesen und dann eine Entscheidung treffen (und euch natürlich auf dem Laufenden halten). Obwohl ich kein Freund von Dreiecks-Geschichten bin, würde ich mich in den Folgebänden doch sehr über eine solche (ala Vampire Diaries) freuen, da es das ganze sehr aufpeppen würde.

Btw gefällt mir das Cover von meinem Taschenbuch so viel besser als das, vom Hardcover 🙂

 

Fazit:

3 von 5 Sterne und eine unentschlossene Kit ^^

 

 

 

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