Rezensionen

Rezi: L. J. McDonald – Die Krieger der Königin *3 Sterne*

Inhalt:

Schon seit Jahren gibt es im Königreich Eferem Gerüchte darüber, dass junge Frauen verschwinden. Die selbstbewusste Solie muss schmerzhaft erfahren, dass diese Geschichten wahr sind: Sie wird verschleppt und soll in einem geheimen Beschwörungsritual als Jungfrauenopfer dienen. Es gelingt ihr zwar, die Zeremonie im entscheidenden Moment zu stören, doch dabei bindet sie die herbeigerufene Kreatur unwiderruflich an sich. Solie reagiert zunächst panisch auf das gefährliche Wesen, doch die Angst verfliegt, als es sich in einen gutaussehenden jungen Mann verwandelt, der ihr jede Bitte erfüllt und sie sogar seine Königin nennt. Als ihre Feinde Solies Tod befehlen, ist der seltsame Mann schließlich sogar ihre einzige Chance zu überleben.

 

Meinung:

Mal eben in die Buchhandlung springen. Ein neues Buch kaufen. Unterhalt um eine Wartezeit zu verkürzen… Manchmal kann dies eine schlechte Idee sein. Mir fiel „Die Krieger der Königin sofort ins Auge. Highfantasy mit mittelalterlichem Charakter war genau das was ich wollte – und nicht bekommen habe. Weder die Buchbeschreibung, noch das hübsche Cover kommen an den eher schlichten Inhalt ran. Die beiden Hauptcharaktere Solie und Hedu sind total flach und ohne Tiefen. Auch wenn es sich bei ihr um eine junge Frau handelt gehe ich schon davon aus, dass bei dieser irgendwann ein Lernprozess einsetzt und sie anfängt reifer zu werden. Fehlanzeige..  Auch die Charaktere rund um die beiden waren für mich nicht greifbar und ich habe mich des Öfteren gefragt, warum sie sich genau den beiden angeschlossen haben. Die Welt – die alles in allem sehr spärlich beschrieben wurde – lässt nicht annehmen, dass jemand zu Zeiten der dort herrschenden Kriege ohne Hintergedanken sich der Nächstenliebe verschrieben hat. Einzig Leon, dessen Charakter einigermaßen ausgebaut wurde konnte mich überzeugen. Die beiden weiteren „Krieger“ Ril und Mace haben mich  zum Ende hin auch noch überzeugen können aber das war es dann auch schon. Der Roman ist ziemlich schlicht verfasst, dies kann jedoch auch an der Übersetzung liegen. Die Welt ist, wie bereits geschildert, ist mir im Großen und Ganzen verborgen geblieben, da sie kaum beschrieben wurde.

Ich persönlich habe nichts gegen Erotik in Romane aber wer nicht auf Sex in jedem Kapitel steht, sollte sich wohl wirklich einen anderen Roman aussuchen. Die Autorin hat sich hier richtig ausgetobt, so dass das „Rumgefummel“ (O-Ton Solie) sogar ihrer Hauptprotagonistin auf die Nerven gegangen ist.

Die Idee, Kriegersylphen – eine Art Nymphen – an Soldaten durch den Tod von Jungfrauen zu binden hat so viel Potenzial. Doch leider hat die Autorin meiner Meinung nichts daraus gemacht. Die weiblichen Charaktere sind schwach, die männlichen stark und die Krieger können nicht ihre Finger (wenn vorhanden, da sie durch ihre Meister auf eine Form beschränkt werden, die auch die eines Tieres sein kann) von weiblichen Menschen lassen. Das ganze ist leider genau so flach wie es sich anhört.

 

Fazit:

Dieser Roman hat mich leider sehr enttäuscht, wirkte die Grundidee doch so vielversprechend. Ich war hin und her gerissen, ob ich nun 2,5 oder 3 Sterne vergeben sollte. Da ich jedoch zunächst gut reingefunden haben und mich zumindest drei Charaktere überzeugen konnte, vergebe ich hier 3 von 5 Sterne. Die Fortsetzungen werde ich mir jedoch nicht kaufen und es ist leider keine Reihe, die ich empfehlen kann.

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