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[Rezension] Meridian „Dunkle Umarmung“ von Amber Kizer

meriInhalt:

»Mein Name ist Meridian. Ich gehöre leider nicht zu den Mädchen, die man gerne zu Geburtstagsfeiern einlädt – denn obwohl ich es ganz sicher nicht will, muss ich mein Leben mit dem Tod teilen. Ich bin eine Fenestra: Durch mich gelangen die Seelen der Verstorbenen in den Himmel. Aber davon wusste ich nichts, bis ich sechzehn Jahre alt wurde – und plötzlich in großer Gefahr schwebte …«

 

Meinung:

Meridian ist eines dieser Bücher, das ich zunächst weglegen wollte, nun aber doch froh war, es zu beenden. Amber Kizer erzählt in diesem ersten von zwei Bänden die Geschichte der jungen Meridian, die anders, als die anderen Jugendlichen zu sein scheint. Schon als sie noch ein Kind war, kamen die Tiere zum Sterben zu ihr. Egal wo und egal wann, sie waren immer dort. Und immer raubte dies auch einen Teil ihrer Gesundheit. Als an ihrem 16. Geburtstag dann plötzlich ein schrecklicher Unfall genau vor ihrem Haus passiert und es mehrere Tode und verletzte gibt, hat sie so schlimme Schmerzen, dass ihre Mutter sie von dort wegbringen muss. Meridian wird sie zu ihrer Großtante und deren Beschützer Tens – ein Jugendlicher in Meridians Alter – geschickt, da diese einst das gleiche Schicksal ereilt hat…

Ab diesem Punkt beginnt die eigentliche Geschichte, die sich zum größten Teil in dem alten Haus der Großtante abspielt. Was mich zunächst nicht überzeugen konnte war das pubertäre Verhalten von Meridian und Tens, obwohl man doch bereits erahnen konnte, dass die beiden „die große und ewige Liebe“ verbinden wird. Wenn man nach den ersten paar Seiten bereits weiß, wie das Buch weitergehen könnte, macht das Lesen nicht mehr wirklich viel Spaß. Der andere Punkt war der leicht lieblos wirkende Schreibstil. Also legte ich das Buch erst einmal beiseite. Doch als ich mir Bücher für ein paar Arztbesuche einpacken musste gab ich dem ganzen noch Mal eine Chance. Und siehe da: es wurde besser. Meridians Verhalten verbesserte sich jedoch wurde ich mit ihr bis zum Schluss nicht ganz warm. Sie ist Charakter den man zwar nett finden kann, aber keiner, mit dem man wirklich mitleidet.

Die Idee Rund um die Fenestra, also diejenigen, die die Seelen auf die andere Seite bringen gefiel mir zwar gut und die Darstellungen konnte ich mir bildlich sehr gut vorstellen, jedoch gab es für mich ein paar Logik-Fehler. Aaaaber, es gibt einen zweiten Band (der heute bei mir eintreffen sollte) von dem ich hoffe, dass diese dort geklärt werden („Was passiert mit den ganzen Seelen, obwohl es doch nur so wenige Fenestra gibt? Gehen die alle „verloren“?“) und der die Spannung, die gegen Ende des letzten Bandes aufgebaut wurde, aufnimmt und fortführt.

Die aufkommende Lovestory hat mich leider total kalt gelassen aber da im neuen Band weitere Charaktere auftauchen könnte dies ein wenig mehr Action in die Sache bringen. 😉

Dieser Roman ist übrigens 2009 im PAN Verlag erschienen, der zu Droemer Knaur gehörte und mittlerweile aufgegeben wurde. Die Bücher bekommt man aus diesem Grunde auch nur noch als Restauflage (aber dafür reduziert) auf Bestellung bei den typischen Bücher-Dealern.

 

Fazit:

Eine nette Fantasygeschichte für zwischendurch, die erst ab dem 2/3 so richtig an Fahrt gewinnt, dafür aber dann konstant gut bleibt.

 

3,5 von 5 Sterne für Meridian „Dunkle Umarmung“

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