Rezensionen

[Hörbuchrezension] Shadow Falls Camp „Geboren um Mitternacht“ von C. C. Hunter

Inhalt:

Im Leben der 16-jährigen Kylie geht alles schief: Nach der Scheidung ihrer Eltern, dem Tod der Großmutter und der Trennung von ihrem Freund wird sie in ein Camp für Schwererziehbare geschickt. Doch Shadow Falls ist kein normales Sommercamp – hier entpuppen sich die Teenager als Vampire, Werwölfe, Hexen und Gestaltwandler. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, kämpfen zwei aufregende Jungs um Kylies Herz. Doch bevor sie sich ihrem Liebesleben widmen kann, muss sie herausfinden, wer sie ist… Ein fesselnder Serienauftakt – mitreißend gelesen von Anke Kortemeier.

Meinung:

Für HoN-Fans wurde dieses Buch angepriesen. Da ich was nettes für Abends gesucht habe und die bisher gelesenen HoN-Bücher sehr gern gewonnen habe dachte ich mir, warum nicht ein Hörbuch vom Shadow Falls Camp.

Der Anfang war noch einigermaßen spannend. Im Gegensatz zu der Beschreibung waren ihre Eltern noch nicht geschieden, sondern wollen sich scheiden lassen. Nachdem Kylie nach einer Polizeirazzia auf einer Party von ihrer Mutter auf der Wache abgeholt werden musste steckt diese Kylie auf Anraten der Psychologen in ein vermeintliches Camp für schwererziehbare Jugendliche. Noch auf dem Weg dorthin ahnt Kylie jedoch, dass es sich um kein normales Sommecamp handelt. Es stellt sich schnell heraus, das dieses Camp für übernatürliche Teens gedacht ist und von Hexen und Feen über Werwölfe, Gestaltenwandler und Vampire ist dort alles vertreten. Die Charaktere die neben Kylie dort auftreten passen leider alle in eine jeweilige Schublade und haben kaum Facetten. Einzig Dalla das Vampirmädchen und eine der Mitbewohnerinnen Kylies konnte mit Tiefe überzeugen. Ihre andere Mitbewohnerin, eine Hexe namens Miranda hatte zwar Potenzial, dieses wurde jedoch nicht ausgenützt. Über die männlichen Spielzeuge Kylies konnte man leider nicht viel erfahren. Aber heiß sind sie. Diese Vierecksbeziehung hatte (und nervt mich weiter) mich schon bei HoN sehr genervt aber vielleicht entscheidet sie sich ja in einem der Folgebände endlich für einen der Kerle. Kylie entwickelt sich zum Ende der Geschichte hin immer mehr zu einer Person, die ich nicht leiden konnte und es war mir zum Schluss eigentlich egal, wie es mit ihr weitergehen wird.

Ähnlichkeiten zu House of Night:

– beste menschliche Freundin die sich verändert;
– Hauptdarstellerin ist extrem naiv (gewollt? und zumindest versucht sich Zoey zu bessern)
– mag drei Kerle gleichzeitig, wovon einer auch noch der Ex ist (!!!)

Hervorzuhebende Minuspunkte:

Ständig wird an die Arme der Leute gefasst. „Er fasste sie an den Arm“. „Sie legte ihr die Hand auf den Arm“. „Sie legte ihm die Hand auf den Arm“. Sie hielt ihn am Arm fest“ usw. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Bedeutung einer Situation bildlich darzustellen.

Es passiert fast nichts. Der größte Teil des Buches besteht nur aus Unterhaltungen. Kaum war die Unterhaltung mit Person X beendet ging auch schon die Konservation mit Person Y weiter. Ein bisschen mehr Handlung zwischen den Gesprächen hätte das Buch nicht so sehr in die Länge gezogen.

Die Betonung der Synchronsprecherin. Es ist natürlich Auslegungssache und jeder ließt eine Szene anders aber oft lag ein Lächeln in ihrer Stimme, an der ich keines im Text erwartet hätte. Ansonsten hat sie aber einen guten Job gemacht.

Die Campleiterin verhält sich wie eine 16-Jährige.

Es gibt keine Beschreibung der Umgebung. Man weiß, dass es einen Wald, einen See und einen Wasserfall gibt aber das war es auch schon. Mir hat sich weder erschlossen wie das Camp, noch wie die Umgebung aussieht.

Fazit:

Von der Beschreibung hätte ich viel mehr erwartet. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Auch wurde mein Interesse an den weiteren Bänden nicht geweckt.

 

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