Rezensionen

[Rezension]Totenblick von Markus Heitz

Auch hierbei handelt es sich um eine ältere Rezension, die es leider – warum auch immer – nicht auf den Blog geschafft hatte.

Also hier mit reichlicher Verspätung die Rezi zu „Totenblick“.

p.S.: Das Festival von dem die Rede ist, war das Mera Luna 2013. Es ist also wirklich schon lange her.

 

heitz totenblick

Rezension:

Inhalt
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten – aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden.

Meinung
Ich hatte mir die Story zunächst als Hörbuch besorgt um die lange Hin- und Rückfahrt zu einem Festival erräglicher zu machen. Allerdings kam ich bislang nicht dazu, es bis zu Ende zu lesen. Letzte Woche auf der Lesung von Markus Heitz habe ich mir die gedruckte Version erworben und von ihm signieren lassen und jetzt im Nachhinein bin ich wirklich sehr vom Hörbuch enttäuscht. Das es gekürtzt ist war mir klar, aber das auch – wie ich finde – wichtige Abschnitte fehlen trübt doch sehr den Hörspaß. Nach der Lesung erzählte Markus uns, dass er versucht das Mysteriöse so weit es geht aus der Story zu verbannen, damit auch diejenigen, die schon immer einen reinen Thriller von ihm lesen wollten auf ihre Kosten kommen. Meiner Meinung nach sollte er bei seinen übernatürlichen Charakteren bleiben. Bestatter Korff aus Oneiros, der hier hin und wieder auftaucht – hätte zB mehr Auftritte hinlegen können da er erst ganz zum Schluss im fiktiven Epilog seinen großen Auftritt hat. Mir ist es überaus symphatisch, dass er nicht all zu sehr an seinen Protagonisten hängt und den ein oder die andere über die Klippe springen lässt. Die Idee des Totenblickes ist nach meiner persönlichen Empfindung gut umgesetzt worden, lediglich das Ende war mir zu unspektakulär. Die Figur des Ares Löwenstein war leicht überzogen und klischeehaft und Ausdrücke wie „seine Kirsche“ (seine Freundin) sind so gar nicht meins aber insgesamt hat mir dieser Thriller sehr gut gefallen.

Hier vergebe ich 4 Sterne.

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