Rezensionen

[Kurzrezension] Das Nest von Cynthia D’Aprix Sweeney

 

Inhalt

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.

Meinung

Ich hatte das Buch schon vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum gelesen, da es Teil der Lovelybox Geheimtipps für den Leseherbst war.

Das Nest ist ein Roman der einen direkt zu Beginn in die familiären Abgründe der vier Geschwister wirft. Schnell wird deutlich, wer nicht nur an der Börse falsch spekuliert hat. Der Zwist, der unter der Vieren herrscht, wird nicht erst durch die Botschaft der ausbleibende Erbschaft, des sog. Nests, deutlich. Sie befinden sich nunmehr alle in den Vierzigern, doch richtig angekommen scheint niemand von ihnen zu sein. Sie haben weit über ihre Verhältnisse hinaus gelebt und müssen nun mit den Folgen zurechtkommen.

D’Aprix Sweeney hat einen Roman geschaffen, der vor allem durch seine Charaktere getragen wird. Der eher nüchterne und doch anschauliche Schreibstil hätte mich alleine nicht bei Laune gehalten. Ich war hin und wieder dazu geneigt, das Buch zur Seite zu legen doch der Drang zu wissen, ob die vier noch einmal die Kurve kriegen würden, hat mich zum weiterlesen angetrieben. Die Figuren wirken direkt aus dem Leben gegriffen und man fiebert ihren Entwicklungen entgegen. Allen voran der älteste Bruder Leo, der zu Beginn als der unleidlichste von allen wirkt, konnte mich am meisten überraschen.

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Fazit

Ich lege diesen Roman Freunden von Familiendramen ans Herz, die authentische Geschichten zu würdigen wissen. Die Bücher lieben, in denen uns nicht die Heile Welt vorgekaut wird. Hier und da hatte es seine Längen, weswegen ich es das ein oder andere Mal zur Seite legen wollte. Insgesamt konnte mich Das Nest jedoch gut unterhalten.

„“Das Nest” ist ein solider Roman, der mich mit seinen sympathischen Nebencharakteren und skurrilen Geschichten überzeugen konnten.“

I am Jane

Cover und Klappentext: Klett-Cotta

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