Rezensionen

[Rezension] All the pretty Lies 1 von M. Leighton

Daten:

Titel: All the pretty lies 1 „Erkenne mich“
Autor: M. Leighton
Übersetzer: Julia Flynn und Ursula C. Sturm
Verlag: Heyne
Genre: New Adult
Preis: 9,99 €
Erscheinungsdatum: 14.11.2016
Isbn: 978-3453419254

 

Es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar von Heyne, übersandt durch das Bloggerportal von Random House.

 

Die komplette Reihe in der Übersicht:

Band 1: All the pretty lies „Erkenne mich“ – Erschienen am 14.11.2016
Band 2: All the pretty lies „Befreie mich“ – Erscheint am 09.01.2017
Band 3: All the pretty lies „Liebe mich“ – Erscheint am 13.03.2017

Klappentext:

Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?

Meinung:

Wer wie ich bereits Bücher der Autorin gelesen hat (bei mir war es die „The wild ones“ Serie) wird auch beim Auftaktsband der „All the pretty lies“ Reihe ihr wiederkehrendes Muster erkennen. M. Leighton liebt es, unschuldige Mädchen aus schweren Familienverhältnissen auf Bad Boys mit dunkler und/oder geheimnisvoller Vergangenheit treffen zu lassen.

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Wie bereits auch bei ihren bislang erschienenen Büchern handelt es sich nicht um einen reinen Erotikroman, da der Beziehungsaufbau der beiden Protagonisten zunächst im Vordergrund steht. Die beiden Hauptfiguren, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, lernen sich in Hemis Tattoo Studio kennen, denn Sloane will endlich aus ihrem behüteten Leben ausbrechen.

„Das Hier und Jetzt ist alles, was wir haben.“ – Seite 39

Die Autorin schafft es tatsächlich, der Sitzung sehr viel Gefühl einzuhauchen, weswegen mir der Einstieg in den Roman sehr leicht gefallen ist. Als Besitzerin mehrerer Tattoos muss ich allerdings sagen, dass die weibliche Hauptfigur schon sehr auf Schmerz stehen muss, um genau diese Gefühle, die durch die Berührungen seiner Hände ausgelöst werden, empfinden zu können. Denn was die Autorin anscheinend außer Acht gelassen hat, ist die Maschine, die sich ebenfalls an Sloanes Haut zu schaffen macht. Gerade die Stelle, die sie gewählt hat, ist nicht gerade ohne. Was den Realtitätsbezug angeht, gibt es noch weitere Kritikpunkte meinerseits. Aber wer viel New Adult liest weiß ja, dass sich das Genre und ein arger Bezug zur Realität meist ausschließen.

Zum Ende hin wurden mir die Unwahrscheinlichkeiten allerdings zu viel.

Die ersten 200 Seiten wurde ich gut unterhalten. Sloane und Hemi sind gut gezeichnet, wenn auch Hemi mir immer ein wenig fremd geblieben ist. Am meisten konnte ich mich in Sloane hineinversetzen, die mit ihren 21 Jahre und keinerlei Erfahrung (in sämtlichen Beziehungen, nur nur das an was ihr jetzt denkt) oft recht naiv  wirkte und handelte. Alle Figuren um die beiden herum waren jedoch mehr Statisten. Nötig, um die Story ans Laufen zu bekommen, aber ansonsten ohne Dimension. Der Aufhänger der Geschichte und die Auflösung zum Schluss waren – selbst für das Genre – zu konstruiert. Ein wenig kam bei mir sogar das Gefühl auf, dass der Autorin so langsam die Ideen ausgehen.  Die Dramatik, die am Ende vermittelt werden sollte und besonders der Epilog wirkten wahnsinnig überzogen, so dass bei mir keinerlei Mitgefühl aufkommen konnte.

Fazit:

Starker Anfang, schwaches Ende. Ich hätte mir gerne mehr von dem Zauber des Anfangs gewünscht. Ohne das ganze Drama hätte mich die Liebesgeschichte der beiden komplett überzeugen können. So lässt mich das Buch mit einem leicht ernüchterndem Gefühl zurück. Allerdings ist eine Empfehlung für alle, die einen leichten Roman mit viel Gefühl, Dramatik und kitschig-buntem Happy End suchen.

Die beiden Folgebände werden – wie man es bereits gewohnt ist – Figuren aus dem ersten Teil wieder aufgreifen. Die Bücher sind jedoch in sich abgeschlossen.

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