Rezensionen

[Archiv] Rezension zu Nymphs 1.1. „Verführerischer Vollmond“ von Sari Luhtanen und Mikko Oikkonnen

Ich hänge gerade in einem Schreibloch. Ich würde gerne noch Bewertungen zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ und „Savin Grace“ veröffentlichen, aber leider finde ich einfach nicht die richtigen Worte. Die Entwürfe wurden jetzt schon mehrfach überarbeitet und am Ende habe ich die Texte dann doch wieder verworfen. Wenn ich es doch noch schaffe „Die Dämonenakedemie“ zu beenden, wird es hoffentlich wieder leichter. Rantrezensionen lassen sich nämlich viel besser verfassen…

Deswegen gibt es an dieser Stelle eine meine alten Rezensionen, die ich kurz vor meiner Bloggerpause zwar noch auf Lovelybooks, jedoch nicht mehr hier veröffentlicht hatte. Das Buch ist 2014 erschienen und wurde von mir auch kurz nach Erscheinen gelesen. Ich hatte mich leider durch die Werbung auf der #fbm beeinflussen lassen. Also bitte seid nett zu meinem Vergangenheits-Ich, das Rezensionen noch ohne Angaben zum Buch veröffentlich hat. Ich denke (bzw. hoffe), dass sich meine Bewertungen mittlerweile besser lesen lassen.

 

nymphs

Inhalt:

Nymphen: ohne Liebe müssen sie sterben, doch ihre Liebe bedeutet für andere den Tod.
Eines Tages erfährt die 16-jährige Didi die schockierende Wahrheit: Sie ist kein normales Mädchen, sondern eine Nymphe. Ihr Leben lang wird sie in jeder Vollmondnacht mit einem Mann schlafen müssen, um zu überleben. Doch für jeden, in den sie sich verliebt, bedeutet das den Tod.

Meinung:

Manchmal ist es schwierig eine Bewertung über ein gelesenes Buch zu verfassen aber dann gibt es auch die Tage, da ist es einfach nur noch zum Haare raufen. Wie kann man bitte schön so viel Potenzial verschleudern?

Zunächst bin ich auf die Serie gestoßen, die wohl im nächstem Jahr im deutschen Fernsehen auf Sixx ausgestrahlt werden soll. Ich müsste mal schauen, ob sie nicht bereits via Netflix verfügbar ist. [Anmerkung Gegenwarts-Kitsune: Ja, sie wurde dann auf Sixx ausgestrahlt.] Als ich den Trailer gesehen hatte dachte ich schon, wie cool, ist mal was ganz anderes. Und dann entdeckte ich am Stand des Fischerverlags auf der Frankfurter Buchmesse die Bücher zur Serie (oder die Vorlage zur Serie? Wer weiß das schon so genau…). Nun denn. Das Buch wanderte auf meine Wunschliste und am Wochenende durfte es bei mir einziehen. Aufgrund von Zeitmangel konnte ich es erst heute beenden (bei der Seitenzahl von 301 und der großen Schrift hat man es eigentlich sehr schnell durch).

Aufgeteilt sind die deutschen Ausgaben, wie auch z.B. bei A song of ice and fire, in jeweils zwei Bände. Das heißt, der Originalband 1 ist im deutschen auf Band 1.1 und 1.2 aufgeteilt. Ja, die Verlage wissen wie man es richtig macht…

Warum aber nun die schlechte Bewertung?

Eine Reihe über Nymphen ist toll. Gab es bis dato noch nicht und wenn doch, ist sie mir nicht aufgefallen. Rund um die Hauptprotagonistin Didi wurden interessante Charaktere und Schauplätze geschaffen – theoretisch… Der komplette Roman liest sich so, als ob sich jemand beim Anschauen der Serie nebenbei Notizen gemacht hätte. Ein kleines Beispiel:

„Sie kamen an eine schwere Tür, die sie vorsichtig öffneten. Jesper ging als erster hinein und beleuchtete den Raum. Nadia schrie vor Angst auf. Direkt vor ihnen standen zwei bewaffnete Soldaten des Barons. Sofort hatten sie Jesper zu Boden geworfen und Nadia neben ihn. Dann wurden sie in einen Käfig geschleppt, der sich in der Kammer befand.“…

Was andere Autoren spannend und mitreißend über zwei, drei Seiten verteilt hätten, wurde hier in sechs Sätze gepackt. Wer denkt, come on, kann ja mal vorkommen: Der ganze Roman ist genau in diesem Stil verfasst. Was allein alles bis Seite 20 passiert, hätte man über einige Kapitel aufteilen können. „Dann ist das passiert. Schnell noch das. Und dann das und zum Schluss das“ zieht sich durch die komplette Story. Gefühle der Charaktere sucht man vergebens. Es wird zwar angedeutet, dass Didi es doof findet, dass die Männer wie die Fliegen sterben, aber wie sie damit umgeht und was sie beweg, wurde alles weggelassen. Dazu kommen die abrupten Wechsel der Schauplätze und Charaktere. Was einer Fernsehserie Spannung verleiht kann im Buch ganz schön nach hinten losgehen aber mir scheint es, als ob das hier nicht wirklich wichtig gewesen ist. Hauptsache der Merchandising-Kram für die TV-Serie ist vorhanden.

Fazit:

Es hätte so toll werden können doch ich wurde sehr enttäuscht. Band 1.2 wird daher keinen Weg in mein Bücherregal finden. Der Serie werde ich jedoch eine Chance geben da ich hoffe, dass sie das hier wieder gut machten wird (bei Vampire Diaries war die Serie auch besser als die Bücher). [Anmerkung Gegenwarts-Kitsune: Ich habe nach der ersten Folge aufgegeben.]

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6 thoughts on “[Archiv] Rezension zu Nymphs 1.1. „Verführerischer Vollmond“ von Sari Luhtanen und Mikko Oikkonnen

  1. Das geht mir auch oft so. Es gibt noch einige Bücher, zu denen ich gern etwas geschrieben hätte, aber es fehlt mir meist die Zeit, mich so intensiv damit auseinanderzusetzen, dass die Worte einfach fließen. So völlig verkrampfte Rezensionen mag ich nicht. Und wenn ich zu lange warte, vergesse ich zuviel. 😀

    1. Genau die beiden Punkte! Es muss sich, wie ein Buch auch, flüssig lesen. Ich will ja keine Rezension nach der anderen raushauen, nur weil ich Bücher gelesen habe und beim lesen der Rezis denken: Oh weh, was hast du dir denn dabei gedacht? Und ja, umso mehr Zeit vergangen ist, umso weniger kann ich dazu schreiben. Wenn ich weniger lesen würde, sähe es vielleicht anders aus.

        1. Bei so richtig schlechten Büchern, haue ich mein Reading Journal immer voll. Bei den tollen Büchern vergesse ich es oft, weil ich mich nicht vom Roman losreissen kann. Kennst du sicherlich. ^^

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