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Rezension zu Im nächsten Leben vielleicht von Mia Sheridan

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Titel: Im nächsten Leben vielleicht
Autor: Mia Sheridan
Übersetzer: Uta Hege
Verlag: PiperPiper
Genre: New
AdultPreis: 9,99 €
Erscheinungsdatum: 12.01.2017
Isbn: 978-3492309431

Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise durch den Piper Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Vielen Dank noch einmal hierfür.


Klappentext:

Hunger, Schmutz, Verzweiflung. Das ist bitterer Alltag für Tenleigh und Kyland, die in einem armen Minenarbeiterdorf in den Bergen von Kentucky aufwachsen. Die einzige Chance, ihre trostlose Heimat für immer zu verlassen, ist das Stipendium des ortsansässigen Kohleunternehmens. Doch nur einer kann es gewinnen, alle anderen müssen bleiben. Da ist kein Platz für Freundschaft – oder Liebe. Trotzdem ändert sich alles, als Tenleigh und Kyland sich kennenlernen. Die beiden Konkurrenten wehren sich mit aller Kraft gegen ihre Gefühle füreinander, denn was passiert, wenn einer von ihnen gewinnt? Wenn nur einer gehen kann? Und der andere zurückbleibt?

Meinung:

Wie war das? Ich wollte erst einmal die Finger von Neuerscheinungen lassen und den SuB abarbeiten? Tja, auf frischer Tat ertappt. Nachdem ich in den Klappentext gelesen hatte, wollte ich einfach unbedingt wissen, was dieser Roman tatsächlich zu bieten hat.

Trotz Zeitmangel war der Roman sehr schnell fertig gelesen, was vor allem am Schreibstil lag. Dieser war wahrlich bildhaft, sowohl in der Beschreibung der Gefühle der beiden Figuren, als auch in der des Elends, in dem die beiden aufgewachsen sind. Obwohl es sich – was mir vor dem Lesen nicht ganz klar gewesen ist – um einen New Adult handelt, konnte mich der Werdegang vom Tenleigh und Kyland mitreissen. Dies passiert mir in diesem Genre wirklich nur sehr selten. Der Zustand, in dem sich der Ort der beiden befindet und der Umstand der Perspektivlosigkeit, wenn sie das Stipendium nicht erhalten, konnte tatsächlich eine bedrückende Stimmung hervorrufen. Die genretypische „ach so furchtbare und dunkle Vergangenheit der Hauptfiguren“ konnte ich als Leser selbst miterleben. Dadurch hatte ich das erst Mal das Gefühl, in einem derartigen Roman, einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen.

„Die Hoffnungslosigkeit ist so verbreitet wie die weiße Eiche, und die Arbeitslosigkeit ist eher die Regel denn die Ausnahme.“ – Seite 9

Das Kennenlernen und Zueinenanderfinden baut sich langsam auf. Es gibt hier kein „Treffen sich, machen miteinander rum, haben nie ein Wort miteinander gewechselt, es ist aber trotzdem die große Liebe“. Einzelne Episoden der beiden empfand sogar ich als romantisch. Dieser New Adult Roman hatte somit das Potenzial, einer der wenigen zu werden, der mich vollends hätte beigestern können. Doch auch in „Im nächsten Leben vielleicht“ gab es fragwürdige Einstellungen – vor allem des männlichen Charakters – wie eine Beziehung zu führen sei. Es waren dieses Mal nur einige wenige Stellen, aber bei mir bremsen solche das Lesevergnügen doch immer aus. Ich sollte bei solchen Unterhaltungsromanen wahrscheinlich einfach nur den Kopf ausschalten aber das kann und möchte ich nicht. Autoren haben, gerade wenn sie für ein junges Publikum schreiben, Verantwortung und sollte ihre eigenen moralischen Vorstellungen vielleicht noch einmal überdenken. Hätte man diese Zeilen weggelassen, wäre es kein Verlust für den Roman gewesen. Dieser Umstand wurde jedoch zum Glück dadurch wieder gut gemacht, dass die Charaktere eine nachvollziehbare Entwicklung durchlebt haben.

Das Happy End war für meinen Geschmack zu perfekt, aber da hat nunmal jeder andere Vorstellungen. Den meisten wird der Abschluss sicher sehr gut gefallen.

Am Ende möchte ich auch noch die Haptik erwähnt haben. In Zeiten, so scheint es mir, wo alle Verlage auf den Zug der broschierten Ausgaben aufgesprungen sind, habe ich mit „Im nächsten Leben vielleicht“ endlich mal wieder ein schönes Taschenbuch in den Händen gehalten. Die Oberfläche fasst sich sehr toll an und das Cover ist (gerade für das Genre) wirklich gut gewählt worden.

Fazit:

Bis auf wenige Fehltritte ist „Im nächsten Leben vielleicht“ ein New Adult Roman, wie es ihn öfters geben sollte. Die Gefühle der Charaktere werden glaubhaft dargebracht, eine Entwicklung der Persönlichkeiten ist  spürbar. Trotz der oben erwähnten Passagen, die mich gestört haben, bin ich gut unterhalten worden. Bei der Autorin ist auf jeden Fall noch Luft nach oben, weswegen ich sicher ein weiteres Buch von ihr lesen würde.


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