Rezensionen

[Rezension] Angstmädchen von Jenny Milewski

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Titel: Angstmädchen
Autor: Jenny Milewski
Übersetzer: Maximilian Stadler
Verlag: Heyne
Genre (laut Verlag): Thriller
Genre (eigene Einschätzung): Mystery/Horror
Preis: 13,99 €
Erscheinungsdatum: 09.01.2017
Isbn: 978-3453438804

Dies ist ein Rezensionsexemplar des Bloggerportals der Random House Verlagsgruppe. Ich bedanke mich für die Bereitstellung des Buchs zu Rezesionszwecken.

Klappentext:

Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht

Meinung:

Mag man dem Klappentext glauben, handelt es sich bei diesem Buch um einen Thriller mit mystischen Einschlägen. Dementsprechend habe ich eine „reale“ Aufklärung der Ereignisse erwartet. Deswegen direkt zu Anfang der Hinweis: Es handelt sich hierbei nicht um einen Thriller im klassischen Sinne. Nicht nur aufgrund der übernatürlichen Vorkommnisse. Auch im Weiteren fehlen der Handlung die Bausteine, um zu einem  Thriller zu werden. Ordnet man den Roman also direkt dem Genre „Horror“ zu, sind die Erwartungen gleich ganz andere.

Nichts desto trotz bin ich mit der Geschichte nicht warm geworden. Die Grundidee „gruseliges japanisches Mädchen treibt in einem scheinbar verfluchten Haus ihr Unwesen“ ist nicht neu und wurde sowohl in Büchern, als auch in Filmen unzählige Male verarbeitet. Und an letztere erinnerte mich das Buch auch stark. Obwohl das Setting in Schweden angesiedelt worden ist, schwebte die Atmosphäre eines amerikanischen Teenager-Horrofilms mit. Dazu trugen die leider sehr platten und stereotypisch gezeichneten Figuren – einschließlich der Protagonistin Malin – ihren Teil bei. Malin blieb mir recht undurchsichtig. Obwohl sie als das schüchterne, einfache Mädchen vom Land dargestellt wurde (und sie sich selbst als solche beschrieb) stand ihr Handeln im Gegensatz dazu. Neben den paranormalen Elementen, wurde ein großes Augenmerk auf das Studentenleben von Malin geworfen. Eigentlich ein schönes Mittel, nicht alleine die Horrorelemente plump herunter zu erzählen. In diesem Fall waren sie doch leider sehr störend und warfen immer wieder, wie oben bereits erwähnt, das Gefühl auf, in einem Roman für Teenager gelandet zu sein. Mir fehlte es eindeutig an einer bedrohenden und gruseligen Atmosphäre. Auch wurde nicht auf das typische Fehlverhalten von Personen in solchen Büchern/Filmen verzichtet, dass einen den Kopf schütteln lässt. Von den Logikfehlern möchte ich erst gar nicht anfangen.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Am allermeisten hat mich jedoch der teilweise sehr abstruse Satzbau gestört. Es ging sogar soweit, dass ich einige Sätze ein zweites Mal lesen musste, um mir über ihren Sinn klar zu werden. Ob dies nun an der Übersetzung oder generell des Stils der Autorin liegt, kann ich leider nicht sagen.

Fazit:

„Angstmädchen“ ist eine paranormale Geschichte, wie wir sie aus vielen Filmen kennen, die einen netten Kinoabend versprechen – mehr aber auch nicht. Man sollte weder einen Thriller erwarten, noch eine tiefgreifende und atmosphärische Story. Wer Horrorromane mag, die einen nicht in Angst und Schrecken versetzen, kann sicher nichts falsch machen. Dieses Buch ist ein solides Werk, dass meine Erwartungen jedoch leider nicht erfüllen konnte.


Weitere Meinung/en zum Buch:

Lesezauber

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9 thoughts on “[Rezension] Angstmädchen von Jenny Milewski

  1. Huhu,
    bin es momentan noch am Lesen und warte noch auf DEN entscheidenden Schockmoment. Grusel kam bis jetzt noch nicht so ganz auf, bloß andauernde Wiederholungen. Aber ich habe es ja bald durch!😄🙌 Liebe Gruesse

          1. Oh ja, das sehe ich genauso!😆 Vielleicht, weil man dann viel mehr erzählen kann? Geht mir meistens so. Da kann man dann schön alles aufzählen, was einen so gestört hat. Ein gutes Buch finde ich dann meistens nur „gut“ und das war’s.

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