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[Rezension] Es war einmal in der Metro von Karen Merran

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Titel: Es war einmal in der Metro
Autor: Karen Merran
Übersetzer: Jutta Schiborr
Verlag: Selbstverlag/Amazon Crossing
Genre: Gegenwartsliteratur/Liebesroman
Preis: ebook 4,99 €, Taschenbuch 9,99 €
Erscheinungsdatum: 31.01.2017
Isbn: 978-1503941632

Ich habe das Buch via Netgalley als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank.

Klappentext:

Was haben ein etwas chaotischer Obdachloser und eine kreative Produktmanagerin gemeinsam? Eigentlich nicht viel. Aber als Maya in der Pariser Metro das Handy gestohlen wird und Roger den Täter verfolgt, kreuzen sich ihre Wege. Aus Dankbarkeit beschließt die umtriebige Maya, Rogers aus dem Lot geratenes Leben in Ordnung zu bringen. Zunächst scheint es, als würde es für den Unglücksraben endlich bergauf gehen. Doch dann lernt Maya Nathan kennen und plötzlich gerät ihre Freundschaft ins Wanken.

Meinung:

Zum erste Mal kann ich nachvollziehen, wenn in Rezensionen die Rede von einem Schreibstil „ähnlich eines Schulaufsatzes“ ist. Ob die Einfachheit der Übersetzung geschuldet ist, vermag ich nicht zu sagen. Jedoch konnte mich die Art, wie der Roman erzählt wird, überhaupt nicht abholen.

Die Charaktere wirken durch die Bank weg flapsig und – so leid es mir tut – einfältig. Sie sind sich in dem sogar so ähnlich, dass sie zu einer großen Masse verschmelzen. Maya und Roger werden dadurch komplett austauschbar. Ich konnte mich weder mit ihnen identifizieren, noch waren sie mir sympathisch. Und es half auch nicht, dass die erzwungen-gewollte Schusseligkeit Mayas mir bereits sehr früh auf die Nerven ging. Selbst Mayas Großmutter, die hier anscheinend der große Sympathieträger darstellen soll, blieb nicht dauerhaft in meinem Gedächtnis haften.

„Wie ihre Sitznachbarin hatte auch Maya die Unterhaltung zwischen Mutter und Sohn verfolgt. Sie schloss für sich daraus, dass sie als durchschnittlicher Mensch geboren worden war und dass sie daran nichts würde ändern können.“ – 34 %, Position 1049

Wie wahr, wie wahr…

Die Gerundidee, Mayas Künste des Marketings dazu zu nutzen, Rogers Qualitäten als Arbeitsloser zu steigern, mochten im Ansatz vielleicht lustig gewesen sein. Die Umsetzung ist in meinen Augen jedoch nicht gelungen. Des Weiteren hat ihre Fähigkeit, Menschen durch Beobachtung einzuschätzen sehr viel mehr Potenzial gehabt. Auch hier schiebe ich der Art der Erzählung die Schuld in die Schuhe.

Lange Zeit passierte einfach nichts. Kein roter Faden, keine Idee davon, was nun eigentlich im Vordergrund stehen soll. Weder der Versuch, Roger wieder in die Arbeitswelt zu bekommen, noch Mayas Arbeits- und Privatleben bieteten ausreichend Stoff, um einigermaßen interessant zu wirken.

Die Liebesgeschichte hätte es wahrscheinlich noch rausreißen sollen/können, enttäuschte mich dann jedoch am aller meisten.

Fazit:

Mir fehlte der besondere Charme, der diesem Buch nachgesagt wurde. Eine vor sich hinplätschernde Story trifft auf einen mehr als seichten Schreibstil. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es schon vor der Hälfte abgebrochen.

Leider konnte mich „Es war einmal in der Metro“ nicht überzeugen.

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2 thoughts on “[Rezension] Es war einmal in der Metro von Karen Merran

  1. […] Mir fehlte der besondere Charme, der diesem Buch nachgesagt wurde. Eine vor sich hinplätschernde Story trifft auf einen mehr als seichten Schreibstil. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es schon vor der Hälfte abgebrochen. Leider konnte mich „Es war einmal in der Metro“ nicht überzeugen. Zur vollständigen Rezension. […]

  2. Och schade, denn die Beschreibung klingt interessant. Wenn aber alle Charaktere mehr oder weniger gleich sind und man den roten Faden im Buch vergeblich sucht, dann bringt auch der beste Klappentext nichts.😊
    Liebe Grüße

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