Rezensionen

Rezension zu Das Herz und die Dunkelheit von Emily Byron

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Titel: Das Herz und die Dunkelheit „Der Fluch der Ewigen“
Autor: Emily Byron
Verlag: Edel Elements
Seiten: 338
Genre: Romantasy
Preis: 4,99 € (ebook only)
Erscheinungsdatum: 04.11.2016
Asin: B01JA4CJBY

Die Linie der Ewigen:
Auserwählt – Erschienen am 28.06.2013
Verraten – Erschienen am 18.07.2014
Entfesselt – Erschienen am 25.09.2015

Der Fluch der Ewigen:
Das Herz und die Dunkelheit – erschienen am 04.11.2016

Ich danke Edel Elements für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Klappentext:

Als die introvertierte Jordis eines Abends in einer Bar den attraktiven Cayden kennenlernt, ahnt sie noch nichts von den lebensverändernden Folgen ihrer Begegnung. Die Verbindung zu dem mysteriösen Mann mit den silbernen Augen reißt nicht ab – immer wieder scheint das Schicksal sie zusammenzutreiben. Als Jordis endlich hinter sein Geheimnis kommt, ist es fast zu spät: Cayden ist Teil einer Macht, die so alt ist wie die Menschheit selbst … und ebenso lebensgefährlich.

Meinung:

„Da ich nicht beachtet hatte, dass es im Universum von den „Ewigen“ weitere Bücher gibt, war dies mein erstes Buch der Autorin. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich sehr über meine Schusseligkeit, denn der Roman hätte mir mit etwas Vorwissen noch ein wenig mehr gefallen können. Zwar hat die Autorin das Buch so verfasst, dass es sich gut von der Reihe losgelöst lesen kann, mir blieben jedoch noch einige Fragen unbeantwortet. Außerdem hat das Lesen des, wenn man so will, vierten Bandes dazu geführt, dass ich mich selbst gespoilert habe. Wenn ihr euch also für die Reihe interessiert würde ich euch raten, mit „Die Linie der Ewigen – Auserwählt“ zu beginnen.

Der Roman wird unter Gothic, Dunkle Fantasy sowie Fantasy gelistet. Von allen drei Genres hätte es für meinen Geschmack jedoch mehr sein können. Das Augenmerk wurde dazu viel zu sehr auf die Liebesgeschichte , gespickt mit Thrillerelemten, gelegt. Die düstere Stimmung, die der Roman versprühen sollte, findet sich aber sicherlich in der „Die Linie der Ewigen“ Reihe wieder. Hier jedoch kamen mir zu viele Merkmale aus anderen Büchern des Genres zusammen: Eine unscheinbare weibliche Protagonistin, der mysteriöse jedoch gut aussehende Fremde und die etwas nervige beste Freundin, die sich benimmt, als ob sie gerade erst in der Pubertät angekommen ist. Gerade letztere, Nine, ist mir wirklich sauer aufgestoßen. Momentan kommen mir leider viel zu häufig Büchern mit genau so einer Freundin unter. Ich hoffe wirklich, dass diese Art des Sidekicks bald aus der Mode kommen wird. Das Gefühl des „das habe ich doch schon einmal gelesen“ schwebte leider fortwährend mit.

Jordis selbst ist mir mit gemischten Gefühlen im Gedächtnis geblieben. Auf der einen Seite wirkt sie endlich einmal anders: Sie hinterfragt Dinge, wird sich selbst ihres Schubladendenkens bewusst. Auf der anderen handelt sie teilweise so fragwürdig naiv, dass man sie am liebsten schütteln möchte. Aber wenn man beides mit einander vereint formt dies einen realistischen und glaubwürdigen Charakter der liebenswürdig erscheint, aber auch Ecken, Kanten und Fehler hat. Perfekte Figuren, die nie einen Fehler begehen, können schlecht ernst genommen werden und bleiben nicht in Erinnerung. Ich denke, hier wurde genau der Mittelweg gefunden.

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Durch seine „düstere“ und „mysteriöse“ Art und Weise ist leider wenig von Cayden haften geblieben. Sämtliche Nebenfiguren mit Bedeutung haben mehr Aufmerksamkeit bei der Charakterzeichnung erhalten als der männliche Protagonist, was doch sehr schade ist. Vielleicht würde ich anders denken, hätte ich die anderen Teile gelesen.

Durch den schönen und schnörkellosen Schreibstil konnte ich schnell in Jordis Gedankenwelt eintauchen. Lange hatte ich schon keinen Hauptcharakter mehr, der mich so an seinen Gefühlen und Gedanken hat teilnehmen lassen, ohne das es überfrachtet wirkt. Man kann wirklich davon sprechen, dass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Allerdings waren mir einige klischeehafte Wendungen dann doch zu wider. Vielleicht mag man es als Schicksal betrachten, wenn sich zwei Personen immer wieder begegnen. Für mich hat dieses Verhalten jedoch etwas stalkerhaftes an sich. Im echten Leben würde es niemand sexy finden, dass ein Typ immer wieder „rein zufällig“ da auftaucht, wo ich mich befinde. Dass Jordis immer wieder gerettet werde muss, erschließt sich mir leider auch nicht. Auch wenn sie am Anfang noch recht unsicher wirkt, macht sie eine rasante Entwicklung durch, so dass sie eine Frau ist, die sich ruhig auch einmal selbst retten kann.

Fazit:

Anhand von „Das Herz und die Dunkelheit“ sieht man wieder einmal gut, warum man Bücher nicht außerhalb der Reihenfolge lesen sollte. Wer sich spoilerfrei an die Reihe begeben möchte, sollte daher auf jeden Fall mit dem ersten Band der „Die Linie der Ewigen“ Serie anfangen.

Eine liebevoll gezeichnete Protagonistin und ein schöner Schreibstil mochten mir schöne Lesestunden bereiten. Allerdings blieb mir einiges zu ungeklärt und der Fantasyanteil war für meinen Geschmack leider zu gering. Die romantischen Gefühle mochten nicht bei mir gezündet haben. Dafür jedoch die Freundschaften, die geschlossen wurden. Kurz vorm Ende musste ich mir sogar ein Tränchen aus dem Auge reiben.

Wenn ich meine Leseliste abgearbeitet habe werde ich mit Sicherheit auch Band 1 der Reihe lesen, um mehr von Caydens Welt, seiner Herkunft und Familie zu erfahren.


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