Rezensionen

Rezension zu Der silberne Flügel von Tanja Bern

Titel: Der silberne Flügel
Autor: Tanja Bern
Verlag: Feelings
Seiten: 258
Genre: Liebesroman / Fantasy /Urbanfantasy
Preis: ebook 12,99 € / Taschenbuch 4,99 €
Erscheinungsdatum: 30.01.207
Isbn: 978-3426216002

Dies ist ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an das Feelings-Team für die Bereitstellung.


Klappentext:

Im Westen Schwedens bemerkt man in einem Gebiet der Skanden fremdartige Phänomene, die dazu führen, dass man dort eine Forschungsstation errichtet: Sie soll vorrangig diese naturkundlichen Erscheinungen untersuchen. Eines Tages findet man dort einen ungewöhnlichen Mann, der mitten im abgesperrten Gebiet auf die Felsen geschlagen ist und sich schwer verletzt hat. Elias Nilsson, der junge Arzt der Station, kümmert sich um den Fremden – und entdeckt Unglaubliches: Sein Patient ist kein Mensch, sondern ein Engel, der auf der Suche nach seiner verlorenen Seelengefährtin ist. Als Elias aufgrund von Intrigen jeglichen Kontakt zu seinem neuen Schützling verliert, befreit er den Engel aus der Station und sie fliehen in das Skanden-Gebirge. Doch dessen Bergpässe sind in den eisigen Wintern Schwedens kaum begehbar.

Meinung:

Die Anfrage zur Rezension hatte ich kurz nach Beenden eines anderen phantastischen Romans, der von den geflügelten Wesen handelt, erhalten, und war dementsprechend schon sehr gespannt darauf, in welche Welten Tanja Bern mich entführen würde. Wenn mich einmal ein Thema gepackt hat, können es nicht genug Roman dazu für mich geben.

Nach den ersten Kapiteln war ich ein wenig skeptisch, ob mir das Buch tatsächlich gefallen wird, den an manch einer Stelle waren es mir zu viele Zufälle, die von einer Situation zur nächsten geführt haben. Und auch die Liebesgeschichte wirkte mir zu anfangs noch zu seicht. Aufgrund des flüssigen und sehr angenehmen Schreibstils (und einer schlaflosen Nacht) kam ich dennoch rasch voran und wurde nach und nach von der Geschichte überzeugt. Berns Roman ist eine phantastische Liebesgeschichte, die mich wirklich berührt hat. Mir gefällt die Ausgeglichenheit zwischen Fantasyelementen und Romantik, die sich beide im Verlauf entwickeln. „Der silberne Flügel“ ist ein Roman, der einen leicht einsteigen lässt und am am Ende dann mit seiner Gefühlskraft überrollt. Es geht um viel mehr als zwei Seelen, die immer wieder magisch von einander angezogen werden. Jede Figur trägt ihren Teil dazu bei, die Geschichte lebendig wirken zu lassen. Das Konzept der Schutzengel erschien mir anfänglich zu konstruiert, jedoch haben mir die Erklärungen zu den einzelnen Engeln sowie den Hütern gut gefallen und meine Bedenken ausgeräumt. Tanja Bern besitzt wirklich sehr viel Fantasie und weiß diese gekonnt in ihre Geschichten zu verflechten.

Aufgrund des zu stark konstruierten Starts und einiger Längen in der Mitte würde ich dem Roman nicht die volle Punktzahl geben. Doch der weitere Verlauf und besonders das letzte Drittel wussten mich klar zu überzeugen. Genau genommen so sehr, dass ich es als schade empfand, nicht länger in der Welt von Elias und Keija verweilen zu können. Die Darstellung der Engeln, ihren Aufgaben und ihrem Wesen sind detailreich und liebevoll ausgearbeitet. Ebenso, wie die sehr bildhaften Landschaftsbeschreibungen. Es ist wirklich schade, dass das Buch lediglich 258 Seiten umfasst. Das Potenzial für etwas noch Größeres ist definitiv vorhanden.

Gut zu wissen:

Der Roman erschien bereits 2014 im Oldigor Verlag. Bei dem Feelings-Titel handelt es sich um eine überarbeitete Fassung, die unter gleichem Namen herausgegeben wird.

Auf der Homepage der Autorin könnt ihr einige Bilder der für diesen Roman verwendeten Kulisse finden. Die Skanden sind wirklich ein schönes Fleckchen Erde, dass ich nun gerne einmal bereisen würde. Ich habe euch außerdem >hier< ihren Blog verlinkt, auf dem ihr einiges zur Entstehung des Buchs nachlesen könnt.

Fazit:

„Der silberne Flügel“ ist ein Roman, der sich Stück für Stück entfaltet und sehr ans Herz geht. In der Schlussphase hat er sogar ein paar Tränen von mir eingefordert. Eine Entwicklung, die ich am Anfang des Romans nicht erwartet hätte. Deswegen ist das Buch, trotz einiger Schwächen, mein Toptitel des Verlages. „Der silberne Flügel“ wird sicher nicht mein letztes Werk der Autorin gewesen sein.


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