Rezensionen

Rezension zu Royal Me 1 von Tina Köpke

Titel: Royal Me: The Masquerade
Autor: Tina Köpke
Verlag: Selbstverlag
Seiten: 156
Genre: New Adult
Preis: TB 5,92 € / ebook 1,49 €
Erscheinungsdatum: 03.12.2016
Isbn: 978-1540715098


Klappentext:

Als in einer Liveübertragung die Erbin des russischen Throns enthauptet wird, geraten die Säulen der Monarchie ins Wanken. Bedroht durch eine terroristische Rebellengruppe, die kein höheres Ziel hat, als den Sturz der weltweiten Kronen, sehen sich die Könige und Königinnen gezwungen, die Thronfolger nach Schottland auf die Isle of Mull zu schicken. Hier glaubt man sie sicher, eingeschlossen von Gewässern, Klippen, Schafen und alten Ruinen. Dass die jungen Erwachsenen durch ihre Gefühle und Abenteuer jedoch selbst zunehmend eine Gefahr darstellen würden, hatte man nicht eingeplant.

Meinung:

Über Twitter bin ich auf die Autorin und ihre Werke aufmerksam geworden. Das Grundkonzept ähnelt sehr der „Selection“ Reihe von Kiera Cass, die ich doch sehr schwach fand. Und auch „Royal Me“ leidet unter ähnlichen Schwächen, aufgrund derer mir die Geschichte nicht gefallen konnte. Der Aufhänger der Story hatte mein Interesse geweckt, doch leider weiß er sich nicht über den romantischen Teil hinwegsetzen zu können.

Die Ermordung der russischen Prinzessin und der dadurch entstandene Aufruhr führt dazu, dass sämtliche adlige Sprößlinge auf einen kleinen Flecken Erde in Schottland verfrachtet werden. Warum in sämtlichen Ländern ein monarchistisches System herrscht, oder wer genau die Rebellen sind, wird nicht erörtert. Ob hierauf in den weiteren Bänden genauer eingegangen wird kann ich nicht sagen, freue mich aber über Kommentare dazu.

Leider hatte die komplette Geschichte, die in diesem ersten Teil über 156 Seiten abgehandelt wird, auf mich einen Jugendlandheimeffekt. Die Bedrohung war nicht wirklich zu spüren. Die Verbindungen der Charaktere stand zu sehr im Fokus. Long story short: Ohne den Adelsaspekt hätte die Story genau so gut funktionieren können. Ich hatte zu viele Fragen und Zweifel. Warum werden alle Nachkommen der Adelshäuser zusammen an einen Ort gebracht, wenn doch so eine große Gefahr droht? Ein gezielter Angriff und das Ziel der Rebellen ist erreicht. Warum lässt man sie zu einem Ball gehen, obwohl man davon ausgehen kann, dass es dort Zwischenfälle gibt? Gleiches Ergebnis wie bei der Unterbringung.

Mit den Figuren konnte ich auch nicht warm werden, da es mir auf die geringe Anzahl von Seiten zu viele Charaktere waren, die auch noch alle ihren Teil der Geschichte aus der ersten Person erzählt haben. Gerade dann, wenn man alle auseinander halten kann, ist das Buch auch schon vorüber. Dies kann natürlich auch ein Anreiz sein, sich die weiteren Teile zu kaufen. Dieser Funke konnte bei mir jedoch nicht zünden. Und auch die Verbindungen untereinander waren schnell durchschaubar. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich hier in den weitere Teilen noch etwas überraschendes erwarten könnte.

Für meinen persönlichen Geschmack war es zu viel von allem in zu kurzer Zeit. Ich bin mir bewusst, dass New Adult in der Regel komplett an den Haaren herbeigezogen ist. Daher greife ich mit meiner Buchauswahl auch häufig daneben. Aber ich weiß, dass es auch Ausnahmen dazwischen gibt und werde auch nicht die Hoffnung aufgeben, New Adult Romane mit einigermaßen plausibler Story zu finden. „Royal Me“ ist ein nettes Buch, dass man gut lesen kann, wenn es einem nichts ausmacht, dass viel von dem, was passiert, total unrealistisch ist. Wenn man genau auf der Suche nach Instant love, Intrigen und gut aussehenden Royals ist, kann man hier sicher nichts falsch machen. Aufgrund seiner Kürze eignet sich der Roman auch bestens, in einem Rutsch gelesen zu werden.

Am positivsten ist mir der Schreibstil von Tina Köpke in Erinnerung geblieben. Durch ihre lockere Art und den gradlinigen Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Deswegen werde ich auch gerne einen zweiten Versuch wagen, sollte sie etwas fernab der „Royal Me“ Reihe schreiben.

Fazit:

Ich bin leider mit völlig falschen Erwartungen an das Buch gegangen. Ich hatte gehofft, eine etwas tiefergehende Liebesgeschichte unter dramatischen Voraussetzungen vorzufinden, da mir die Grundidee zusagen konnte. Die Umsetzung war allerdings nicht nach meinen Geschmack und aus diesem Grund werde ich die Reihe nicht weiter fortsetzen. Fans von Selection oder Gossip Girl wird es aber wahrscheinlich besser als mir gefallen.


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