Testbericht

Erfahrungsbericht: Leserunden – eine Aktualisierung

Hallo meine Lieben!

Im Dezember letzten Jahres hatte ich euch meine Erfahrungen zu den Leserunden auf den drei beliebtesten Plattformen

vorgestellt. Da seit diesem Bericht nun doch einige Zeit ins Land gezogen ist, ist m.E. ein Update dringend fällig.

Wie auch in meinen Rezensionen werde ich meine Meinung und Eindrücke zwar sachlich, jedoch ehrlich wiedergeben. Es handelt sich hierbei auch nur um den Eindruck, der bei mir entstanden ist. Ich freue mich sehr über einen Austausch in den Kommentaren, bitte aber, das Recht der freien Meinungsäußerung zu beachten und dementsprechend zu kommunizieren (egal ob mit mir oder anderen Kommentatoren). Auch bin ich mir darüber bewusst, dass es noch weitere Communities und Foren gibt, da ich diese jedoch nicht nutze, kann ich daraus folgend keine Bewertung dazu abgeben.

Zum Beitrag aus dem Dezember 2016 gelang ihr >hier<.

 

Lovelybooks

Allgemeines:

In der Vergangenheit war Lovelybooks die von mir am häufigsten genutzte Plattform. Zu dem Zeitpunkt meiner Anmeldung stand noch der Austausch der Rezensionen der User im Vordergrund und ich nutze das Portal, um eine Übersicht meiner privaten Bibliothek zu erhalten. Dass es so etwas wie Goodreads gab, war mir damals nicht klar, sonst hätte ich mich wahrscheinlich dafür entschieden. Auf Lovelybooks bin ich aufgrund einer Werbung, im hinteren Teil eines Buchs aufmerksam geworden. Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, welches dieses gewesen ist.

Ich war dort nicht immer aktiv. Es gab Monate, in denen ich kein einziges Mal dort online war und so hatte ich jedes Mal einige Bücher zum Nachtragen. Mittlerweile hat man die Möglichkeit, seine Bücher auch über andere Seiten zu suchen, wie beispielsweise Amazon, was den Vorteil hat, auch wirklich (fast) jedes Buch eintragen zu können. Eine App mit Scanfunktion wäre trotzdem sehr wünschenswert, denn wenn sich erst einmal etwas angesammelt hat dauert es eine gefühlte Ewigkeit, alles nachzutragen.

Über die Community:

Lovelybooks wird von der aboutbooks GmbH, einem Tochterunternehmen der Holzbrinck Verlagsgruppe, betrieben.

Leserundenablauf:

Grundlegendes hat sich seit Dezember 2016 nicht verändert. Nach wie vor muss man sich auf eines der Bücher bewerben, Glück haben und dann teilnehmen. Werden die Leserunden von Verlagen eingekauft, muss man meist eine speziell auf das Buch abgestimmte Frage beantworten, oder eine Aufgabe erfüllen. Hat man dann Glück und gewinnt eines der Exemplare ist man verpflichtet, zu jedem Leseabschnitt seinen Eindruck zu verfassen und am Ende eine Rezension einzustellen. Die Leserunden von Autoren (meist Selfpublishern) oder Mitgliedern funktionieren ähnlich, wobei die Mitglieder in der Regel keine Bücher verlosen.

Was hat sich geändert:

Die Anzahl der Challenges ist rapide gestiegen. Challenges beinhalten z.B. das Sammeln von Sonderpunkten, die dann ggf. zu gewinnen von weiteren Büchern führen. Für die Mitglieder ist dies natürlich eine tolle Chance, weitere Bücher zu erhalten. Aber seien wir mal ehrlich. Egal um welche Plattform es sich handelt: in erster Linie geht es um die Werbung für das jeweilige Buch. Unabhängig davon, ob die Rezensionen nun positiv oder negativ ausfallen. Ist eine Leserunde ansprechend gestaltet, ist mir dieser Aspekt eigentlich ziemlich egal. Ich mag den Austausch mit anderen, quasi live während des Lesens und nehme auch oft genug an Leserunden teil, wo ich mir das Buch selbst gekauft habe. Wird das bewerben jedoch aufdringlich, geht bei mir der Spaß verloren. Ich habe bei zwei solchen Challenges teilgenommen und praktisch jede Aufgabe war damit verbunden, das Buch so weit es geht in den Sozialen Medien zu streuen. Da ich meine Follower nicht mit Buchwerbung zumüllen wollte, habe ich in der Regel auf das bestehen der Aufgaben verzichtet und mich auf die Teilnahme an der Leserunde beschränkt.

Länger habe ich nun nicht mehr an Leserunden teilgenommen. Zum einen hatte ich bei den letzten das Gefühl, dass niemand so richtig bei der Sache war, zum anderen gab es noch genug Bücher auf meinem Stapel ungelesener Bücher, die gelesen werden mussten. Ich hatte mich nun wieder bei einer beworben und auch direkt wieder Glück gehabt. Es ist eine schlichte Leserunde zu einem Buch, dass mich auch so angesprochen hatte. Es gab allerdings für Blogger noch einmal Extras zum Buch. Ob ich jetzt einfach nur den Roman, oder so ein Paket bekomme weiß ich nicht, es ist mir aber ehrlich gesagt auch nicht so wichtig.

Teilnahme mit „eigenem“ Buch möglich:

Ja.

Fazit:

Die Leserunden an sich haben sich nicht groß verändert. Mal hat man Glück und erlebt einen regen Austausch, und dann wiederum gibt es auch die Runden, in denen jeder nur schnell durchs Buch preschen möchte. Neu sind seit einiger Zeit Challenges mit zusätzlichen Aufgaben, für deren Erfüllung man Lose erhält. Diese Lose ermöglichen die Chance auf weitere Buchgewinne, sind in meinen Augen jedoch zu hart gestreute Werbekampagnen. Aber zum Glück wird man ja nicht gezwungen, an diesen Challenges teilzunehmen. Was mich persönlich leider immer mehr von Lovelybooks wegzieht, ist die benutzerunfreundliche mobile Website, die nicht vorhandene App und die häufig auftretenden Fehler, auf die man, wenn man sie meldet, keinerlei Rückmeldungen erfolgen. Ich stelle weiterhin meine Rezensionen auch hier ein, mache aber meine zukünftigen Teilnahmen an Leserunden von der nun bald stattfindenden und deren Ausgang abhängig.

 

Was liest du

Allgemeines:

In meinem ersten Beitrag hatte ich bereits angemerkt, diese Community immer weniger zu nutzen. Leider hat sich hieran aufgrund der immer noch vorhandenen Kritikpunkten nichts geändert.

Über die Community:

Wasliestdu.de ist die Buchcommuntiy der Mayerschen Buchhandlung. Neben den Leserunden gibt es jeden Monat neue Gewinnspiele und die Möglichkeit, eigene Beiträge im Forum zu verfassen. Durch jedes Verfassen eines Kommentars oder das Einstellen einer Rezension erhält man Bonuspunkte. Diese lassen sich gegen Bücher eintauschen.

Leserundenablauf:

Da sich seit Dezember leider nichts verändert hat, werde ich an dieser Stelle auf meinen Eindruck von damals verweisen:

„Ich habe bislang an nicht all zu vielen Leserunden teilgenommen. Dies liegt vor allem daran, dass die Bewerberanzahl immens hoch und die Gewinnchance demensprechend niedrig ist. Wenn man unbedingt teilnehmen möchte, kann man sich natürlich das Buch kaufen. Bei LB habe ich dies tatsächlich schon öfters gemacht aber ich bin ehrlich, hier hatte ich immer das Gefühl, dass es „sich nicht lohnt“. Bei den Leserunden, an denen ich nun teilgenommen habe, hatte ich anscheinend nicht so viel Glück. Ich kann mich nur an eine erinnern, an der ein wirkliches Austausch stattgefunden hat. Das war damals „Der dunkle Kuss der Sterne“ von Nina Blazon. Aber das Buch war auch einfach so gut, dass alle begeistert darüber diskutiert hatten. Ich weiß ja nicht wie eure Erfahrungen dort so waren aber ich hatte immer den Eindruck, dass jeder schnell sein Kommentar verfasst und sich dann direkt wieder verabschiedet hat.

Noch mehr als die geringe Beteiligung, stößt mir jedoch die Seite an sich auf. Zum einen bauen sich die Seiten sehr langsam auf. Darüber könnte ich noch hinwegsehen, wenn die Leserunen an sich gut nutzbar wären. Sind sie aber nicht. Klickt man auf eine der Leserunden, landet man jedes Mal automatisch auf der Seite mit den Beiträgen zur Bewerbung. Ich erwarte hier eigentlich, die letzten aktuellen Beiträge vorzufinden. Auch landet man wieder jedes Mal dort, wenn man einen Beitrag verfasst hat, egal in welchem Abschnitt man etwas geschrieben hat. Um immer wieder zu seiner Lesrunde zurück zu finden, muss man sie mit einem Lesezeichen versehen, da sie nicht auf der persönlichen Profilseite auftauchen. Da sich die Anzahl der Leserunden jedoch in Grenzen hält, kann man sie auch über den oberen Reiter „Leserunen“ finden, wo noch einmal alle aufgeführt werden. Hier fehlt mir die Aktion, nur LR anzeigen zu lassen, an denen ich selbst teilnehme.

Von der mobilen Nutzung rate ich ab, da die Seite nicht darauf ausgelegt ist. Bei Absätzen springt der Zeiger zum Beispiel an den Anfang, statt in die nächste Zeile.“

Was hat sich geändert:

Seit meinem ersten Testbericht zu den Leserunden hat sich leider nichts verbessert. Bezüglich der Preise, die sich gegen Bonuspunkte tauschen lassen hat sich auch nicht viel verändert. Bücher oder PDFs, die anscheinend niemanden interessieren, dümpeln ewig lange im Tauschpool und dann und wann werden die richtig tollen Bücher rausgehauen, die innerhalb weniger Sekunden weg sind. Das Einstellen dieser Tauschprämien erfolgt willkürlich, es gibt lediglich hier und da Hinweise im Forumsteil des Portals. Hier profitieren wirklich die User, die sehr häufig online sind. An jemanden wie mich, der sich meist nur dann einloggt, um Rezensionen einzustellen, geht sowas leider immer vorbei. Seit dem letzten Einstellen der „Premium“ Tauschbücher ist der Pool komplett leer. Angeblich soll es wohl bald Nachschub geben. Ich gehe jedoch eher davon aus, dass ich auf meinem Punktehaufen für immer sitzen bleibe werde.

Teilnahme mit „eigenem“ Buch möglich:

Ja.

Fazit:

Ich nutze Was liest du momentan ausschließlich für das Einstellen von Rezensionen. Die Funktion, sich jeden Monat ein neues Leseziel zu setzen, gefällt mir auch noch ganz gut. Derzeit überlege ich jedoch, mein Profil dort zu löschen, da ich keinen Mehrwert aus der Community ziehe. Die Bücher, die es dort für Leserunden zu gewinnen gibt, tauchen auch jedes Mal auf Lovelybooks und/oder bei Netgalley und Co. auf.

 

Lesejury

Allgemeines:

Am positivsten konnte mich in den letzten Wochen tatsächlich die Lesejury überraschen. Bei meinem ersten Beitrag der Art hatte ich ja noch einige Dinge gefunden, die zu diesem Zeitpunkt nicht ganz rund liefen. Allerdings nimmt man sich dort tatsächlich die Wünsche, Anregungen und auch die Kritik der User zu Herzen. Anhand von Umfragen wurden in den letzten Monaten die Leserunden und auch generell die Struktur der Seite mit seinen Nutzern geformt. Ich begrüße diese Entwicklung wirklich sehr und würde sie mir in dieser Form auch von den beiden anderen, oben erwähnten, Plattformen wünschen.

Über die Community:

Lesejury ist gehört zu der Verlagsgruppe Bastei Lübbe und Lyx. Die Bücher, die man dort für Leserunden anfragen kann sind aus diesem Grunde ausschließlich von Bastei, Lyx, Ink und be, man kann jedoch zu allen anderen Büchern Rezensionen einstellen und dadurch Punkte sammeln. Diese Punkte können dann im Bonuspunkteshop eingetauscht werden. Im Gegensatz zu WLD wird dieser Shop regelmäßig aktualisiert.

Leserundenablauf:

Mittlerweile finden mehr als zwei Leserunden gleichzeitig statt. Derzeit sind es vier Bücher, auf die man sich bewerben kann, diese Zahl variiert jedoch. Im Gegensatz zu den Anfangszeiten, in denen ausschließlich Manuskripte verschickt wurden, hat man nun die Möglichkeit, zwischen Manuskript, ebook und Buch zu wählen. Diese Wahlmöglichkeit hat sich aufgrund des Feedbacks der Community ergeben und ich finde es wirklich toll, dass dies so übernommen wurde. Die Manuskripte in gebundener Form empfand ich als sehr unpraktisch und wähle daher momentan entweder das Buch, oder eben das ebook. Nach wie vor erhält man nach Beenden der Leserunde das Buch, wenn man zunächst die Form des Manuskripts gewählt hat. Hin und wieder gibt es gesonderte Leserunden, in denen Buchpakete gewonnen werden können. Hier fallen Manuskripte oder ebooks weg. Auch gibts es reine ebook Leserunden zu Titeln von be oder LYX.digital.

Die Anzahl der Teilnehmer wurde auf entweder 30, oder 40 Gewinner heruntergesetzt. 40 Mitglieder mögen immer noch einige sein, aber wenn man die Teilnehmer abzieht, die in der Regel ausfallen, ist es am Ende nicht mehr ganz so unübersichtlich.

Weiterhin sind die einzelnen Abschnitte zeitlich begrenzt. Wenn man, aus welchem Grund auch immer, einen Teil verpasst hat ist es nicht mehr möglich, hier zu kommentieren. Dieses Punkt könnte man in meinen Augen noch verbessern.

Was hat sich geändert:

Wie man den obigen Punkten entnehmen kann, hat sich in der Zeit des ersten Beitrages einiges geändert. Ich begrüße diese Entwicklung wirklich sehr. In der groben Übersicht kann man sagen, dass die Community benutzerfreundlicher wird, die Leserunden nach und nach übersichtlicher werden und die Wahl der Formate an die Wünsche der User angepasst wurden. Kleine Änderungen, wie das mehrfache zitieren innerhalb eines Kommentars führen zu einem angenehmeren Austausch in den Runden.

Teilnahme mit „eigenem“ Buch möglich:

Nein.

Fazit:

Entgegen meinem letzten Fazit, werde ich nun doch gelegentlich an Leserunden teilnehmen, so weit es meine Zeit zulässt und mich die angebotenen Bücher ansprechen. Im Gegensatz zu anderen Plattformen habe ich hier als User das Gefühl, dass meine Kritik, egal ob positiv oder negativ, ernst genommen wird. Der Ablauf der Leserunden hat sich verbessert, ist teilweise aber weiterhin ausbaufähig. Da sich die Seite jedoch fortlaufend im Wandel befindet, werde ich ihrer Entwicklung weiterhin gerne entgegensehen.

 

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18 thoughts on “Erfahrungsbericht: Leserunden – eine Aktualisierung

  1. Leserunden mag ich im Allgemeinen total gern, egal ob ich sie selbst bei der Leser-Welt moderiere oder als Teilnehmer dabei bin. Der Autor / die Autorin ist anwesend? Umso besser! Nicht mit Kritik umgehen können? Pech gehabt, meine Meinung steht! ;o)

    Meine Prios unter den drei genannten Plattformen liegen allerdings etwas anders:

    LB mochte ich früher wirklich gern. Je mehr sie wuchsen, desto schneller kehrte ich ihnen allerdings den Rücken zu. Irgendwie ist es mir auch zu kommerziell im Hintergrund. Von dem Herzchenhickhack mal ganz zu schweigen.
    Obendrein preschen meist einige Leute schon durch die Leserunden, bevor ich überhaupt das Buch erhalten habe. Meine Beiträge werden idR von diesen Leuten gar nicht mehr wahrgenommen, geschweige denn kommentiert. Dann ist mir schon oft aufgefallen, dass der Ton bei geteilter Meinung etwas harsch wird. Gerade neulich erst wieder einer Freundin passiert, die einem Irrtum unterlag und plötzlich einen regelrechten Shitstorm ins Gesicht bekam. Dann diese Aufgaben, die mich manchmal eher an Kindergarten erinnern und nicht unbedingt Spaß machen. Das ganze Lossystem ist mir auch zu wirr bzw. zu viel Druck, den ich bei Leserunden eigentlich gar nicht will. Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Kleine, klassische Runden, ohne den ganzen Quatsch. Aber da mich das ganze System inzwischen eher abschreckt, verpasse ich diese meist.

    Bei der LJ bin ich auch schon seit dem Uraltsystem. Die haben sich wirklich toll entwickelt. Die Abläufe sind nachvollziehbar, die zeitlichen Abstufungen sind gar nicht mal schlecht, um persönliche Geschwindigkeiten und sonstige Ausfallgründe abzufangen. (Ich speichere meine Meinung einfach zwischen und der Rest des Gesprächs ergibt sich aus dem Kontext anderer Beiträge.) Nachträglich Kommentieren ist bei mir noch kein Problem gewesen. Auch das Prämienprogramm ist gelungen. Neulich Punkte eingelöst und keine Woche später war das Buch schon da.

    In der Hinsicht hatte ich aber auch bei WLD wirklich Glück. Nur ein paar Monate dabei und schon einige Runden (inkl. Gewinn) mitgemacht, dazu regelmäßig Rezensionen hochgeladen und neulich erst meine Punkte gegen zwei Bücher eingetauscht und ratzfatz erhalten. Die Leserunden waren recht entspannt und die Unterhaltungen absolut ok. Insgesamt kann ich echt nicht klagen! Momentan liegt WLD bei mir auf Platz 1, aber dicht gefolgt von LJ.

    Viele Grüße
    Patricia

    1. Bei LB hatte ich in dem Zeitraum dieses Beitrages hier zwei LR. Bei der einen bin ich mit eigenem Buch rein, bei dem anderen war das noch ein Gewinn. Die LR mit einem eigenen Buch war eine deutlich andere LR als sonst. Es war ein Delacourt Buch und – so gemein das jetzt auch klingt – die Teilnehmer bei einer solchen LR sin doch anders, als die bei einem zB NA Roman. Wahrscheinlich, weil auch die Erwartungen ganz anders sind. Ich habe für mich jetzt beschlossen dort auch nur noch an solchen LR teilzunehmen, gerne auch wieder mit eigenem Exemplar. Denn es geht ja um den Austausch und nicht um das Abgreifen von Büchern (obwohl es anscheinend doch leider viele so sehen).

      Bei Lesejury werde ich bestimmt bald einmal mitmachen, allerdings interessiert mich dort momentan nichts.

      Ich kenne irgendwie Leute über diesen Communitykram, die ausschließlich Bücher lesen, die sie über LR gewinnen. Finde das immer ein wenig gruselig XD aber gut, kann ja jeder handhaben wie er will.

      1. Die „Qualität“ einer LR hängt wirklich arg mit dem Buch selbst und teils auch mit dem Veranstalter oder der Gruppengröße zusammen. Manchmal sind die kleinen mit um die 5 Leute wirklich viel intensiver und irgendwie wertvoller, als ein ganzes Riesenrudel mit Eigenbrötlern. Die einen ratzfatz fertig, die anderen recht langsam, richtige Gespräche kommen dabei manchmal gar nicht zustande.

  2. Ich muss sagen, mittlerweile gehen mir die vielen Challenges auf Lovelybooks auch ziemlich auf die Nerven. Viele richtig tolle Bücher, auf die ich mich prinzipiell gern bewerben würde, gibt es nur im Zuge dieser Aktionen, die mir aber einfach zu viel Zeit beanspruchen – und eben, wie du auch sagst, darauf angelegt sind, die eigenen Leser und Follower komplett mit Werbung zu überschütten. Das mache ich schon bei normalen Gewinnspielen nicht, da werde ich damit nun nicht anfangen. Goodreads hat Lovelybooks auch zum großen Teil bei mir abgelöst, Rezensionen trage ich mittlerweile kaum noch nach. Bei den Leserunden hier ist mir aber auch oft aufgefallen, dass gegensätzliche Meinungen hart angegangen werden. In der Leserunde zu „Sleeping Giants“ damals habe ich mich übel mit einer anderen Leserin in die Haare bekommen – das hat mir vieles vermiest.

    Auf „Was liest du?“ bin ich mittlerweile eigentlich auch nicht mehr aktiv, weil es fast unmöglich ist, da jemals etwas zu gewinnen und weil viele Bücher damals nicht zu finden waren. Stattdessen bin auch ich auf die Lesejury umgestiegen, bei der ich die Mitglieder nett finde. Auch wenn man sich nicht einig ist, bleiben fast alle immer sachlich und freundlich. Und ich stimme dir zu: Es gibt tolle Prämien, von denen ich schon eine eingelöst habe, und immer wieder echt spannende Leserunden. Leider gibt es fast keine englischen Bücher im Verzeichnis, aber das werde ich definitiv noch mal anmerken, vielleicht wird auch das ja umgesetzt.

    Schöner Bericht, dem ich mich in vielen Punkten wirklich nur anschließen kann!

    1. Was ich noch zur Lesejury sagen wollte: Mir ist es schon mehrmal passiert, dass ich bei einem Abschnitt ein paar Tage, einmal auch fünf, hinterher war und dann konnte ich immer noch kommentieren. Klar ist es so stressiger, aber die zeitliche Begrenzung hat den Vorteil, dass die Leserunde nicht total früh ausstirbt, weil dann nur noch Nachzügler kommen. Daher mag ich das Prinzip eigentlich sogar ganz gern.

    2. Ich hatte einmal bei einer LR auf LB ein wenig Ärger mit einer Autorin gehabt, da sie überhaupt nicht kritikfähig war. Dabei war ich schon wirklich sehr sachlich, aber es gab halt Dinge, die mich gestört habe. Und dafür sind diese LR ja auch da. Natürlich hatte ich auch schon gute LR mit Autorenbegleitung, aber so ein Vorfall macht einen ja auch vorsichtiger.

  3. Hey 🙂

    Ich hab die Teilnahme an Leserunden dieses Jahr eigentlich fast auf Null runtergefahren … Wobei ich das jetzt auf die LRs auf den von dir genannten Plattformen beziehe. Unsere #BBFliest Runden oder gemeinsames Lesen bei mir auf dem Blog zähle ich da jetzt nicht dazu. Lovelybooks habe ich eigentlich auch wegen dem Aufwand ziemlich zurückgeschraubt, abgesehen davon, dass es mich nervt, dass sich dort anscheinend niemand schert, wenn man sich schon die Mühe macht, Fehler auf der (mobilen) Seite zu melden. Was die Challenges angeht: Ich habe einmal versucht, an einer teilzunehmen, war mir dann aber auch zu aufwändig im Vergleich zu dem, was man gewinnen konnte.

    Auf WLD bin ich gar nicht, hab ich auch auf absehbare Zeit nicht vor, weil mir Lovelybooks und Goodreads eigentlich reichen. Goodreads ist mir persönlich mittlerweile die liebste Plattform, weil ich dort sehr ordentlich meine gelesenen Bücher festhalten kann (und Bücher, die es nicht gibt, kann man auch anlegen).

    Bei der Lesejury hab ich mal einen Anlauf genommen, mittlerweile ist der Account dort aber ziemlich inaktiv. Die Idee mit dem Verdienen von Punkten für Rezis finde ich eigentlich recht gut, gebe aber zu, dass ich mich mit dem Prinzip der zeitlich kontrollierten Leserunden nicht so recht anfreunden kann. Vielleicht probiere ich es aber doch noch einmal, wenn man mittlerweile wenigstens E-Books als Rezi-Ex bekommen kann (Die Sache mit den Manuskripten fand ich auch nie so prickelnd).

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Die Leserunde der ich aktuell auf LB beiwohne ist gemischt. Es gibt die, denen das Buch so gut gefallen hat, dass sie direkt an einem Tag ausgelesen und kommentiert haben, aber auch die ganz normal mitlesen und schreiben. Ich bin mal gespannt, ob die ersteren trotzdem weiter mitschreiben werden.

      Der Lesejury stand ich am Anfang auch sehr kritisch gegenüber, aber ich finde man sollte es wirklich mal erwähnen, wie viel Mühe sie sich momentan geben, auf die Wünsche der Community einzugehen. Da könnten sich die anderen beiden wirklich eine Scheibe von abschneiden.

  4. Ich war selbst schon länger nicht mehr bei wasliestdu online. Ich habe sonst immer fleißig meine Rezensionen eingestellt und hin und wieder mein Glück bei den Leserunden versucht, aber insgesamt ist einfach die Handhabung der Seite zu umständlich und veraltet. Überhaupt waren meine letzten Leserunden eher privater Natur via Whatsapp und ich hatte da riesigen Spaß. Deswegen werde ich auch mal wieder lesejury ausprobieren, obwohl das festgesetzte Timing mir manchmal doch einen Strich durch die Rechnung macht.
    Ich überlege auch schon länger auf meinem Blog selbst Leserunden ins Leben zu rufen und unseren Stapeln ungelesener Bücher endlich den Kampf anzusagen. Bisher traue ich mich aber mit meinem kleinen Blog noch nicht 🙂

  5. Die Lesejury kenne ich noch aus ihren Anfängen – ich meine, damals ohne Leserunden. Ich habe sie nach dem ersten Relaunch dann komplett aus den Augen verloren. Inzwischen kann ich mich gar nicht mehr mit meinen Daten einloggen und müsste mich neu anmelden. ich wusste nicht, dass es da auch Leserunden gibt.

    Leserunden finde ich ein bisschen anstrengend, auch wenn ich immer wieder gern mal an einer teilnehme. Bei Lovelybooks war ich zuletzt in einer zu einem Buch von Guillaume Musso und fand sie mittelprächtig. Es gab ein wenig Austausch untereinander, aber auch der wirkt manchmal gezwungen. Schade finde ich auch, dass es keinen gemeinsamen Starttermin gibt und die ersten schon fertig sind während einige noch nicht mal das Buch haben. Ich muss zugeben, ich mag mich auch nach Abschluss des Buches nicht unbedingt noch weitere zwei Wochen damit beschäftigen, damit ich meinen Senf auch dann noch mal dazu geben kann, wenn der letzte das Buch beginnt.
    Sehr nette Leserunden gibt es bei leserunden.de – die sind klein aber fein. Allerdings gucke ich da kaum rein, weil es ausschließlich um Leserunden geht und mir dafür oft die Zeit fehlt. Man kann da aber mittels einer Foren-App auch mobil kommentieren.

    Eine Challenge bei Lovelybooks habe ich ein einziges Mal begonnen und eigentlich sofort wieder abgebrochen, weil ich da Fotos von mir mit dem Buch und Freunden mit dem Buch machen sollte. Da ging es mir dann wie dir: Ich wollte mein Umfeld nicht mit meinem Bücherkram nicht über Gebühr belästigen und schon gar nicht Bilder von meinen Freunden veröffentlichen. Seitdem habe ich nicht mehr mitgemacht. Ich mag die Dauerwerbung bei anderen nicht, warum sollte sie jemand bei mir mögen? 🙂
    Ich finde es auch mehr als schade, dass Lovelybooks mobil so unkomfortabel zu handhaben ist, sonst würde ich vielleicht häufiger an Leserunden teilnehmen. So muss ich immer an den PC. Da die App von Goodreads so einfach zu handhaben ist, nutze ich inzwischen diese für die Bücherverwaltung. Früher hatte ich Lovelybooks genutzt. Inzwischen haben sie ja auch die Möglichkeit, den Lesestauts zu posten, aber nur dafür an den PC? Viel zu umständlich. Am Handy einloggen ist mit dem Pop-up-Fenster eine Katastrophe.

    Bei Was liest Du? hatte ich mich mal angemeldet, aber es waren dann wohl einfach zu viele Plattformen und zu wenig Zeit. Seit einiger Zeit lese ich auch immer nur Gemecker über die Plattform, vor allem wegen irgendwelcher Prämien, die man da kriegen kann oder eben nicht kriegt. Da scheine ich nichts verpasst zu haben.

    Danke für deine interessanten Einblicke!
    LG,
    Mona

    1. Diesen Part bei LB mit den unterschiedlichen Startzeiten der Leser merke ich gerade auch wieder bei meiner aktuellen Leserunde dort. Bei einer zeitlich eingegrenzten wie bei LJ ist es da wirklich angenehmer, vorausgesetzt man kommt dann auch selbst zu schreiben. Denn wenn die Zeit abgelaufen ist, ist der Abschnitt mehr aufrufbar. Ich finde man sollte ihn zumindest einsehbar machen und einfach das Kommentierfeld entfernen. Sonst entgeht ja einem wirklich viel.

      Fotos von Freunden? Wow. ^^ Das geht wirklich zu weit. Dieses Marketing zwischen Verlag und Blogger direkt kann man sehen wie man möchte (bzgl. einer Vergütung oder eben keiner Vergütung) allerdings finde ich das schon echt dreist, die User dieser Community als Marketinginstrumente zu gebrauchen. Klar, so eine Challenge bzw. Leserunde ist echt nicht günstig, aber ich denke, dass viele das gar nicht so sehr auf dem Schirm haben mit der Werbung.

  6. Auf Lovelybooks bin ich am aktivsten. Die offiziellen Challenges mache ich allerdings nicht mehr mit, nur einige private. Was die Leserunden angeht hatte ich dieses Jahr wieder einige sehr schöne, in denen kontrovers aber fair diskutiert wurde und zum Teil auch der Autor mitmischte. Manchmal nehme ich auch an Leserunden Teil, bei denen gar kein Buch verlost wird. In diesen Fällen haben wir einfach zu mehreren festgestellt, dass wir ein bestimmtes Buch gerne lesen wollten und dies auch gemeinsam tun wollten.
    Der Kontakt zum Technikteam bei Fehlern klappte bei mir bisher immer gut, ich schaue gerne bei LB rein, wenn ich aus Zeitmangel im Moment dort nicht so aktiv bin wie noch vor zwei Jahren. Eine App würde ich auch sehr begrüßen.
    Viele Grüße
    Silvia

    1. Die selbst organisierten Leserunden gefallen mir auch am besten, weil dort ja wirklich nur Leute zusammenkommen, die echtes Interesse an dem Buch haben. So leid mir das tut und so fies es klingen mag, aber die „kostenlos ein Buch abstauben“ Quote ist auf LB doch sehr hoch.

  7. Stimme dir bei Lovelybooks zu, aber es gibt noch einen Punkt auf der Plattform, der mich nervt:
    Es sind die Stöberherzchen, die verteilt werden. Für geschriebene Rezis gibt es Herzchen, das ist erst mal eine nette Idee, wer mag nicht gerne ein Zeichen haben, dass man etwas gut gemacht hat. Bei LB scheint es aber so zu sein, dass man regelmäßig ein paar andere User besucht, Herzchen verteilt und einen lieben Gruß an die Pinnwand postet. Das wirkt erst einmal nett, aber meinem Eindruck nach wird dann erwartet, dass ich zurück komme, ebenfalls Herzchen verteile und dann einen Gruß hinterlasse. Habe ich ein paar mal gemacht, dann kam ich mir blöd dabei vor …
    Insbesondere nachdem mir aufgefallen war, dass es manchmal auch nur einen Gruß gab und nicht einmal Stöberherzchen.

    Bei mir war es übrigens umgekehrt, war zuerst auf Goodreads, dann auf LB. Bei Goodreads habe ich zu viele meiner Bücher gar nicht einstellen können.

    Liebe Grüße
    Stephanie

    1. Die Sache mit den Stöberherzen habe ich so sehr verdrängt, dass ich sie beim Schreiben des Eintrages gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich stimme dir vollkommen zu. Das ist nur ein hin- und her Geschiebe von Herzen. Ganz am Anfang machte das – traurigerweise – sogar noch Sinn, weil deine Rezensionen dann ganz oben auf der allgemeinen TL erschienen sind. Aber gelesen werden die von den Herzeverteilern sicher nicht. Wenn jemand bei mir es gerne machen möchte, bitte. Man darf aber nicht erwarten, dass ich grundlos zurück herze. Likes gibt es dort von mir nur für Rezensionen, die ich auch gelesen habe.

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