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[Rezension] Fashion Victim von Corrie Jackson

Diese Rezension sollte bereits seit Freitag auf dem Blog stehen, habe sie aber dann doch noch mehrfach umschreiben müssen. Momentan komme ich nicht so recht aus meiner Müdigkeit raus und vieles was in dieser Zeit produziert wird, ist einfach nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, so schlecht ist es. Ich hoffe diese Bewertung gehört wieder zu den zumutbaren. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen.

Daten:

Quelle: piper.de

Titel: Fashion Victim – Sophie Kent Reihe, Band 1
Autor: Corrie Jackson
Übersetzer: Anna-Christin Kramer
Verlag: Piper
Genre: Thriller
Preis: Taschenbuch 10,00 € | ebook 8,99 €
Erscheinungsdatum: 03.07.2017
Isbn: 978-3492309714

 

Vielen Dank an den Piper Verlag sowie an Netgalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Klappentext:

»Rose Hotel. Zimmer 538. Sie ist tot.« Als Sophie Kent, eine junge, aufstrebende Journalistin eines Nachts diese anonyme SMS bekommt, ist ihr sofort klar: Das könnte die Story ihres Lebens sein. Doch als sie die übel zugerichtete Frauenleiche in Zimmer 538 sieht, ist Sophie erschüttert. Das Opfer ist Natalia, ihre Informantin und Model der Londoner Fashion Week. Sophie beginnt zu recherchieren. Nach und nach deckt sie grausame Abgründe der Mode-Industrie auf – und riskiert für die Wahrheit schließlich ihr eigenes Leben. (Piper)

Meinung:

„Niemand kann mir helfen.“ – Pos. 3148 | 71 %

Thriller mit Journalistin als Protagonistin stehen für gewöhnlich nicht auf der Liste meiner Favoriten. Dieses Erstlingswerk schaffte es jedoch bereits in den Verlagsvorschauen, mein Interesse zu wecken da ich der Thematik „Hinter den Kulissen“ immer sehr offen gegenüber stehe. Und dank der eigenen Erfahrung der Autorin als Chefredakteurin bei der englischen Glamour scheinen sich diese Einflüsse in „Fashion Victim“ auch sehr nahe an der Realität zu orientieren. Dass die auf den ersten Blick schillernde und glitzernde Welt der Mode auf den zweiten mehr Schein als Sein bereithält, muss auch die Journalistin des London Heralds – Sophie Kent – schnell herausfinden. Dabei verfolgte sie ursprünglich eine ganze andere Spur.

Den Teil mit der Verfolgung einer Spur kann man durchaus wörtlich nehmen. Persönlich habe ich keinerlei journalistische Erfahrungen vorzuweisen, hatte bei der Lektüre des Thrillers jedoch häufiger die Frage im Hinterkopf, warum Sophie nicht lieber eine Ausbildung zur Polizistin in Erwägung gezogen hatte und weshalb sie den Ordnungshütern anscheinend immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Dieses superhelfenhafte Auftreten in Bezug auf ihren Beruf stand im krassen Gegensatz zu ihrem Privatleben.

Ein beliebtes Stilmittel von Thriller- sowie Kriminalromanautoren ist (den Schwedenkrimis sei Dank) bereits seit geraumer Zeit, ihren Protagonisten eine belastende Vergangenheit, sowie eine der Hölle gleichende Gegenwart, anzudichten. Einzig zu beachten gilt es hierbei, dass es sich bei diesen Protagonisten um Ermittler handeln muss. Sophie ist es in diesem Fall nicht, steht ihren Romankollegen jedoch in nichts nach, wenn es um eine große Ansammlung an Problemen geht. Dabei ist es immer ein schmaler Grad zwischen dem Einhauchen von Leben und Hintergrundstory und dem gewollten Abwracken des Protagonisten. Corrie Jackson hat mit Sophie Kent als kaputter Möchtegernspürnase gerade so die Kurve bekommen, um mich als Leser nicht vollends emotional runter zu ziehen.

„Du bist ein langatmiger, aufgeblähter Text, der zusammenhanglos von einem Satz zum nächsten stolpert und dem die Struktur fehlt, die Essenz.“ – Pos. 216 | 5 %

Ich rechne es der Autorin des Weiteren sehr an, die Morde zwar durch die Augen des Mörders und den Blick auf die Tatorte geschildert, hierbei jedoch auf seitenlange Einzelheiten verzichtet zu haben. Allgemein ist der Spannungsbogen von der ersten Sekunde an gespannt, und weiß im weiteren Verlauf nicht abzureißen. Ich hätte mir gewünscht, mehr in das Leben und die Psyche der Opfer eintauchen zu können und hätte hierfür gerne auf ein wenig Unglück auf Seiten der Protagonistin verzichten können.

Fazit:

„Fashion Victim“ ist ein spannender Thriller und in Bezug auf das Autorendebüt von Corrie Jackson eine Kaufempfehlung für Fans der journalistischen Ermittlungen. Auch wenn als Setting bewusst die Mode- und  Modellindustrie gewählt wurde, enthielt der Roman für meinen Geschmack zu viel Drama, ich würde trotzdem wieder zu einem Sophie Kent Thriller greifen.

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9 thoughts on “[Rezension] Fashion Victim von Corrie Jackson

  1. Fashion Victim war mein Lieblings-Thriller diesen Sommer. Habe das Buch allerdings im englischen Original gelesen und fand die Protagonistin gar nicht so problembeladen … entweder ich habe das schon wieder vergessen oder es hat mich einfach nicht gestört. Dass Sophie sich so in die Ermittlungen verbeißt, fand ich durch ihre vorherige Beziehung zum Opfer sehr realistisch. Natürlich hat mich vor allem das Setting in London angesprochen …
    Meine Rezension ist hier zu finden: http://deniseyokoberndt.blogspot.co.uk/2017/09/rezension-und-buchverlosung-fashion.html

  2. Huhu meine Feine,
    das Buch lief mir ab und wann schon über den Weg und bislang dachte ich eher es wäre nichts für mich. Gerade durch das Thema „Mode/Modell“ – ist so gar nicht interessant, reizvoll für mich. Dennoch hast du mich neugierig gemacht. Buch wird gemerkt, steht aber nun nicht ganz oben auf der Haben/Lesen-will Liste 😉

    1. Hey 🙂 Romane die sich ausschließlich um dieses Thema drehen würden, kämen mir auch nicht auf den SuB. Aber Romane, Thriller usw. in denen bestimmte Dinge, die eigentlich total positiv gesehen, in Wirklichkeit aber eigentlich ziemlich mies sind in ihrem wahren Licht dargestellt werden, find ich in der Regel recht interessant. Der Thriller hier ist okay. Ich hab schon besser gelesen, aber auch sehr viel schlechteres.

  3. Hey 🙂

    Bei dem Buch hab ich auch überlegt, ob ich es anfragen soll, konnte mich dann aber nicht so recht überwinden … Scheint, als ob ich auch nicht übermäßig viel verpasse, wenn ich es nicht lese, oder?

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Dafür dass ich bei Thrillern sehr kritisch bin, war es gut. Ich bin da wohl nicht so der klassische Thrillerleser, der dabei abschalten kann, sondern ich denke auch bei diesem Genre viel zu sehr mit. Fürs Anfragen reicht es auf jeden Fall. Selbstkaufen? Dafür wahrscheinlich auch, aber mit ner Anfrage kann man sicher nichts falsch machen.

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