Rezensionen, Themenmonat

[Themenmonat] (Kurz-)Rezension zu Im Kreuzfeuer von Sven Hensel

In meiner letzten Rezension hatte ich euch versprochen, dass dieser Themenmonat auch ein paar wirklich gute Bücher bereit hält. Es folgt daher eine Rezension zu einem Roman, den ich unter gewissen Umständen vielleicht gar nicht besprochen hätte. Ich weiß es nicht wie es anderen Buchbloggern geht, aber mir fällt es doch immer sehr schwer Bücher von Autoren die man persönlich kennt zu lesen und im Anschluss zu bewerten. Wird es einem gefallen und wenn nicht, wie geht man damit selbst und auf dem Blog um? Zum Glück muss ich mich bei Svens „Im Kreuzfeuer“ nicht mit solchen Fragen rumquälen, aber lest doch einfach selbst.

Autor: Sven Hensel
Titel: Im Kreuzfeuer
Seiten: 207
Preis Taschenbuch: 8,99 €
Preis ebook: 2,99 €
Erschienen: 10.09.2016
ASIN: B01LZFCKRP

Ein Mann wird Zeuge eines furchtbaren Verbrechens. Völlig überfordert mit der Situation, sieht er sich gezwungen, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen, die nicht nur ihn selbst, sondern auch alle Beteiligten tief in die Abgründe der menschlichen Natur blicken lassen wird. Eine Geschichte über Moral, Gewissen, Schuld, Zivilcourage und Menschlichkeit.

Sven Hensel wurde am 23.10.1987 in Stralsund geboren, zog dann in seiner Jugend nach Leverkusen, wo er sein Abitur machte und kurz darauf Deutsch und Englisch an der Universität Duisburg-Essen studierte. Er ist ein gesellschaftskritischer Autor, der soziale Missstände in einer literarisch ansprechenden Form behandelt. Für ihn ist es von besonderer Bedeutung, Probleme unserer Zeit mittels feinfühliger Analysen zu ergründen und ein Bewusstsein für seine Leser zu schaffen. Seine erste Veröffentlichung war das Drama „Allein im Miteinander“, das sich mit dem Rassismus in Deutschland auseinandersetzt. Darauf folgte das Drama „Getriebene“ und eine Kurzgeschichten-Sammlung mit dem Titel „Ins Ungewisse“. Anschließend schrieb und veröffentlichte er seine erste Novelle "Im Kreuzfeuer".

Das Buch ist derzeit ausschließlich über Amazon* erhältlich.

Meinung:

Direkt auf den erste Seiten wusste die wunderschöne, fast schon poetische Schreibweise zu begeistern. Romane mit dieser Kürze laufen oft Gefahr, zu wenig von sich Preis zu geben oder aber in Nebensächlichkeiten abzudriften. Dies ist hier mitnichten der Fall, denn Hensel bringt alles Wichtige auf den Punkt. Mit dem bereits angesprochenem bildhaften Schreibstil schafft er es Figuren lebendig werden zu lassen, wie ich es schon lange nicht mehr in einem Roman erleben durfte.

„Es stimmt nicht! Dabei ist es unabhängig, ob es eine oder tausende Stimmen waren.“

Der Kurzroman handelt von einer Verkettung unglücklicher Ereignisse und versucht die Frage zu klären, was geschehen kann, ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Die Situation, in der sich der Protagonist alsdann befindet, konnte mich aufgrund seiner Authentizität gleichermaßen berühren, als auch schockieren. Denn das Schockierende in dieser Novelle ist, dass sich so eine Geschichte jeden Tag ebenso vor unserer Haustür ereignen könnte.

Fazit:

Hensels Roman regt zum Nachdenken an und zeigt auf erschreckende Art und Weise, was ein falsch aufgefasstes und dann weitergegenes Wort anrichten kann. Dabei ist diese Werk neben seinem Druck in die offene Wunde unserer Gesellschaft, was ihrer Doppelmoral angeht, sprachlich ein echtes Highlight.

„Im Kreuzfeuer ist wieder ein typischer Hensel. Wieder führt einem die Lektüre Fehler in unserer Gesellschaft vor Augen. Wieder fasst einen die Geschichte emotional sehr an.“

Jasmin Zipperling

*Affiliatelink
Bildquelle Cover: amazon.de

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