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Winterpause

Ursprünglich sollte dies lediglich eine Ankündigung werden. Dann setzte ich zu einer kurzen Einleitung an und auf einmal wurde es persönlicher (und länger) als es werden sollte. Deswegen gibt hier zusätzlich zu dem Grund der Pause noch einmal einen kleinen Einblick, warum dieser Blog so ist, wie er eben ist.

Warum es hier fast ausschließlich Rezensionen gibt

Ja, warum ist das eigentlich so, schließlich gibt es doch so viele anderen Themen rund um Bücher, zu denen man etwas schreiben kann. Nun, zum einen lese ich selbst (fast) nie solche Beiträge. Wenn es nicht gerade Interviews mit den Autoren sind oder das Thema nicht total besonders ist, stellen diese Beiträge für mich persönlich keinen Mehrwert dar. Und bislang fahre ich mit der Devise, nur darüber zu bloggen, was ich selber lesen würde, ganz gut.

Das andere wäre dann mein Mangel an Kreativität. Rezensionen machen den Großteil meiner Beiträge aus und das nicht ohne Grund. In der Vergangenheit habe ich mich tatsächlich mal an Beiträge wie „10 bekannte Klassiker, die ich nicht gelesen habe“ versucht. Tatsächlich wird sowas häufiger gelesen als beispielsweise Rezensionen. Was ich sehr schade finde. Solche Beiträge zählen jedoch wieder zu den Beiträgen, die ich selbst nicht unbedingt lesen würde. Dies hier ist ein Blog über Literaturkritik, Top Zehn Beiträge finden sich auf Buzzfeed. Habe ich mir mal geschworen. Oder so. Was ich normalerweise gar nicht erst erwähnen würde, aber sicherheitshalber noch dazu schreiben muss, da die Community in letzter Zeit sich wieder regelmäßig zerfleischt: Nur weil ich diese Beiträge selbst nicht schreibe und lese heißt es nicht, dass es auf euren Blogs nicht total cool ist. Wie schreibt es sich auf Twitter immer so schön? Jeder darf lesen was er möchte.

Aber was schweife ich wieder ab. Die fehlende Kreativität. Sich spannende Titel und Beiträge ausdenken, abseits von Rezensionen, Blogtouren und Co. ja, das würde ich wirklich sehr gerne. Und man kann mir nachsagen, dass ich mich anstelle (und ich bin wirklich froh, dass dies hier nur ein Hobby ist und ich nicht dafür bezahlt werde) aber es fehlt mir einfach an Zeit, Kapazität und geistige Rechenleistung. Momentan bin ich wirklich damit zufrieden, wenn ich Bücher gelesen und besprochen bekomme. Ich hatte beispielsweise vor euch – wie im letzten Jahr – einen Post über meine Weihnachtshighlights 2017 raus zu hauen. Damit ich diesen Beitrag für Anfang Dezember fertig gehabt hätte, wäre ich allerdings dazu genötigt gewesen, die ganzen Bücher bereits im Oktober (in dem Zeitraum, in dem sie auch erschienen sind) zu lesen. Und darauf hatte ich keine Lust. Weihnachten ist bei mir so eine Sache. Viele unschöne Erinnerungen zwischen all den doch recht netten und immer dieses Gefühl, dass irgendetwas fehlt ist das, was ich eigentlich mit Weihnachten verbinde. Und wahrscheinlich aus diesem Grunde habe ich bereits vor ein ein paar Jahren eine gewisse Obsession für Weihnachtsromane entwickelt. Wir sind nicht gläubig, haben Kinder und Katzen. Gleich null geht daher die Dekoration; wir haben auch – wie jedes Jahr – keinen Baum. Und doch liebe ich diesen Kitsch in Romanen, mit dieser ganz besonderen Stimmung, Liebe und auch Weihnachtsdekoration. Und selbst Schnee empfinde ich in gedruckter Variante im Buch sogar als annehmbar.

Wie geht es diesen Monat weiter?

Aus dem oben genannten Dilemma habe ich mir für den Dezember Folgendes vorgenommen: Gar nichts. Huch? Nunja, ich versuche es zu erklären.

Ich nehme mir immer so viel vor, kaufe Bücher, frage hier und da auch Exemplare an und sage zu wenig nein. Immer wieder sehe ich auf Twitter, Instagram, in den Verlagsvorschauen usw. Bücher, die ich u n b e d i n g t kaufen und lesen muss. Sie werden also bestellt und erst einmal zum SuB (Stapel ungelesener Bücher) gelegt mit dem festen Vorsatz, sie auch wirklich bald anzufangen. Wisst ihr, es gab mal eine Zeit da habe ich mir Bücher gekauft und diese sofort gelesen. Und jetzt gibt es dieses Sideboard, dass droht, durchzubrechen, weil sich so viele Bücher darauf angesammelt haben. Die meiste Zeit empfand ich diesen Berg an ungelesener Literatur als recht tröstlich. Sollte mal eine Durststrecke kommen, sind genug Bücher aus den verschiedensten Genres vorrätig. Wenn ich ihn mir derzeit anschaue, möchte ich weinen. Da sind so viele tolle und wundervolle Romane, Thriller und Co. die ich alle gerne lesen würde, aber es irgendwie doch nicht schaffe. Aus den verschiedensten Gründen. (Wenn ich alle Umstände, die hier gerade zusammenkommen, aufzeigen würde, könnten wir eine ganze Beitragsreihe aus dem Post machen.)

Dann wäre da noch der SBdiahubm (Stapel Bücher, die ich angefangen habe und beenden muss). Neben unserem Sofa steht ein kleiner Beistelltisch mit einer Leselampe. Dort lege ich normalerweise Bücher ab, die ich aktuell lese. Es sind meist zwei, höchstens drei Printexemplare sowie der eReader. Durch die Leseflaute, die mich jetzt schon seit ca. zwei Monaten begleitet, hat sich dieser kleine Stapel in einen so großen Verwandelt, dass man das Lämpchen hinter ihm gar nicht mehr sehen konnte. Bücher anlesen, ‚meh‘ finden, weglegen in der Hoffnung, sie irgendwann weiter zu lesen, neues Buch nehmen. Und das wieder und wieder. Das stresst und so sollte ein Hobby nicht ablaufen, oder?

Deswegen wird es den Dezember über kaum Beiträge geben. Ich habe meinen kleinen Haufen Weihnachtsromane, auf den ich mich schon seit Oktober freue und den ich abarbeiten werden. Eventuell werde ich das ein oder andere Buch davon rezensieren, aber nur, wenn es sich dann auch dazu ergibt. Rezensionsexemplare, die noch besprochen werden müssen, Gewinnspiele, die noch veranstaltet werden wollen, werden alle auf Januar verschoben. Ich denke ich muss diese Reißleine gerade einfach ziehen, damit mir das Lesen sowie das Bloggen nicht komplett vermiest werden. In den letzten Monaten hatte ich mindestens zwei Beiträge, in denen ich schon einmal darüber nachgedacht hatte, den Blog offline zu nehmen. Das hätte mir wirklich mehr zu Denken geben sollen. Diesmal werde ich mich an meine eigene Maßregelung auch halten.

 

14 thoughts on “Winterpause

  1. liebe nise, du brauchst dich für eine pause überhaupt nicht rechtfertigen. auch wenn es „nur“ ein hobby ist – welches du mit sehr viel liebe machst – möchte es ordentlich gemacht werden. ein blog sollte nicht als zwang gesehen werden. ich persönlich mag deine rezessionen sehr und lese sie auch immer. leider kommentiere ich zu wenig. 🙁 es entscheidest noch immer du, was du preis gibst. und wenn es nur bücher sind, ist es ok. änder nichts, du machst es toll! zauberhafte feiertage :-*

  2. Zum Thema Weihnachten bin ich (leider) deiner Meinung. Ich liebe nichts mehr als die Winterzeit mit den Dekorationen und der gewissen Magie in der Luft. Früher habe ich mich das ganze Jahr auf Weihnachten gefreut und heute kann ich es fast nicht mehr leiden. Ich denke je älter man wird, desto mehr merkt man wie sehr alle Leute an Weihnachten scheinheilig Liebe verteilen, obwohl man sich das restliche Jahr über einmal sieht und sich eigentlich nicht leiden kann. Ich denke das ist das was mir an Weihnachten fehlt, Liebe die echt ist und nicht erzwungen. Ich hoffe, wir finden in ein paar Jahren Weihnachten wieder und können das Fest wieder von ganzem Herzen lieben.

    Ansonsten wünsche ich dir eine tolle Bloggerpause und viel Spass beim Lesen der Weihnachtsromane. Solche wollte ich dieses Weihnachten eigentlich auch noch lesen, aber ich denke es wird wieder Harry Potter 😉

    Liebe Grüsse

    Laura

  3. Hey,

    also vom SBdiahubm habe ich vorher noch nie was gehört. 😀 Okay, ich lese auch immer nur eins zur Zeit. Hihi.

    Ich wünsche dir eine wunderschöne Weihnachtspause. Wie du schon schreibst, es ist ein Hobby und niemand zwingt einen.

    Hab einen tollen Abend und fühl dich gedrückt!

    Ganz lieben Gruß
    Steffi von angeltearz liest

    1. Die Abkürzung habe ich auch kurzerhand erfunden. ^^ Wenn alles ganz gut läuft, lese ich auch immer nur eins, aber so kündigen sich bei mir eigentlich immer die Leseflauten an. Gerade spiele ich viel, schaue YT und lese Manga. Tut auch mal gut. 🙂

  4. Hallo Nise 🙂

    Ein bisschen Weihnachtsurlaub hat noch keinem geschadet, daher wünsche ich dir eine ruhige und tolle Zeit mit deinen Weihnachtsromanen! 😀 (Ich liebe die Dinger übrigens auch ^^)

    Außerdem muss ich sagen, dass du dich damit, dass du fast nur Rezensionen veröffentlichst, von der Masse abhebst. Das ist doch etwas Gutes. Ich persönlich schreibe gerne Beiträge über das Thema Bücher und Lesen, lese diese aber auch gerne. Zurzeit macht es mir auch mehr Spaß Beiträge zu schreiben, die keine Rezensionen sind.

    Dass mit dem belastenden SuB kenne ich. Ich habe es bisher auch immer positiv gesehen, dass ich eine so große Auswahl an Lektüre habe, aber wenn dann der Punkt kommt, an dem ich alles gleichzeitig lesen will und mich die Menge einfach nur noch überfordert, ist irgendwas schief gelaufen. Daher habe ich mir vorgenommen, im Dezember gar kein Buch mehr zu kaufen und ab Januar wirklich überlegter und weniger zu kaufen. Mal sehen wie das klappt, aber der Vorsatz ist da.

    Fühl dich umarmt und habe mit deiner Familie eine wunderbare Zeit.
    Ellen

    1. Es ist doch eigentlich immer am wichtigsten, dass man die Beiträge schreibt, die einem wirklich Spaß machen. Oder? Ich mein.. es ist ja immer noch unser Hobby und das sollte doch nicht so einen Druck ausüben, der schon auf der Arbeit Gift für uns ist.

      Stehst du dann auch manchmal, wenn sich endlich Zeit zum Lesen findet, vor dem SuB und liest dann am Ende doch nichts, weil du dich nicht entscheiden kannst und dich das total stresst? Mir geht das manchmal so. Habe das aber auch, wenn wir zu viel Essen im Haus haben.

      Das überlegtere Kaufen werde ich auch angehen. Allerdings wird es auch zu Weihnachten einige Bücher von Martin und seinen Eltern geben, so dass (zusammen mit dem SuB) auch gar nicht erst wieder welche kaufen bräuchte. Vielleicht klappt es ja, nur noch Neuerscheinungen von Lieblingsautoren und Bücher zu kaufen, um Reihen zu vervollständigen.

  5. Hey 🙂

    Ich finde es völlig normal, Blogpausen zu machen. Gerade um Weihnachten herum habe ich mir schon in den letzten zwei Jahren eine Auszeit genommen und werde es auch in diesem Jahr wieder tun. Ab und zu brauche ich das einfach, um meine Batterien wieder aufzuladen. Daher mach einfach, wie du es für richtig hältst, und komm dann mit frischer Energie wieder 🙂 .

    Liebe Grüße
    Ascari

  6. Pausen müssen sein! Auch ohne dies zu erklären – genieße deine Blog-freie-Zeit, lies nur das worauf du wirklich Lust hast und nimm Abstand von einem/deinem Gefühl des Müssens, um es mal hart zu formulieren. Und eben, jede*r gestaltet seinen Blog wie er/sie mag und sich wohl fühlt!

    <3

    1. Die Batterien sind gerade einfach leer. War ein seltsames Jahr und so gegen Ende musste ich einfach mal die Reißleine ziehen.

      Ich hoffe dir geht es auch bald wieder besser, fühl dich mal ganz feste gedrückt!

  7. Das klingt sehr vernünftig 🙂
    Eine Pause hat noch nie geschadet und ich finde, gerade beim Bloggen muss man auch aufpassen, dass man sich eine Auszeit nimmt, wenn man sie braucht!
    Ich wünsche dir einen erholsamen und ruhigen Dezember und freue mich ab Januar wieder auf Rezensionen (ich lese sonstige Listen-Beiträge auch kaum, da bist du also nicht alleine ;))
    VG Jennifer

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