Angelesen

Angelesen #1

Hallo meine Lieben!

Mit Angelesen möchte ich euch ein neues Format vorstellen. Die Idee ist mir gekommen, weil mir von Piper und Netgalley angeboten wurde, eine Leseprobe zu bewerten. Ich hatte überlegt, wie ich diese Bewertung sinnvoll auch in den Blog integrieren kann und siehe da, eine neue Reihe wurde geboren. Bewerbungen für Leserunden auf der Plattform Lesejury laufen ebenfalls so ab, dass man einen Eindruck zur Leseprobe verfassen soll und auch auf Vorablesen.de (wo ich zugegeben nicht sehr aktiv bin) sieht es nicht anders aus. Warum sollte ich dies nicht nutzen, um diese Beitrage hier auf dem Blog zu sammeln und mit euch zu diskutieren? Unabhängig davon, ob ich/ob wir das Buch später tatsächlich lesen werden, bietet es sich in meinen Augen prima für Mutmaßungen und Spekulationen an. Tatsächlich lese ich mittlerweile vermehrt Leseproben, was ich früher vermieden habe. Diese Verhaltensänderung ist auf den Kindle zurückzuführen, den ich mittlerweile häufiger verwende, aber auch auf meine kritischere Auswahl, was Bücher anbelangt. Auch wenn ich mittlerweile mehr blind kaufe, d.h. ohne den Inhalt zu kennen (Titel, Cover, Empfehlung von anderen) greife ich bei Titeln, bei denen ich noch oder schon länger unsicher bin, erst einmal auf den ersten Eindruck dank Leseprobe zurück.

Der Anfang macht in dieser ersten Ausgabe die Leseprobe zu Höllenjazz in New Orleans von Ray Celestin.

Zum Inhalt

New Orleans, 1919: Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca d’Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman – im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz – sonst komme ich, um euch zu holen. Ray Celestin ist ein brillanter Debütroman gelungen, der sich in einer Mischung aus Fakten und Fiktion um eine der spannendsten und geheimnisvollsten Mordfälle der nordamerikanischen Geschichte rankt.

Der Roman selbst erscheint am 01. März 2018, eine Leseprobe ist leider noch nicht für alle verfügbar (zumindest habe ich keine gefunden). Ich werde sie aber verlinken, sobald sich dies geändert hat. Ich würde mich trotzdem über einen Austausch mit euch freuen.

Momentan bin ich mir noch unsicher, warum Höllenjazz die Bezeichnung Roman erhalten hat. Aufgrund meiner bisherige Einschätzung, alleine auf die Leseprobe bezogen, würde ich ihn vielmehr in die Ecke Krimi/Thriller schieben. Es gibt verschiedene Blickwinkel, aus der die Geschichte erzählt wird und dabei hat jede Figur ihre eigenen Motive, warum sie den Axtmörder zur Strecke bringen möchte. Das Setting im New Orleans der 20er Jahre ist dabei sehr präsent und wird – bislang – nicht nur als starre Kulisse verwendet. Auch an der Authentizität mangelt es nicht, was mich das ein oder andere Mal dazu veranlasst hat, bestimmte Wörter bzw. Gegenstände nachzuschlagen. Es gibt sie also doch noch, die gut recherchierten Romane.

Die Stimmung ist – noch nicht (?) sehr düster, was gut in den Roman einführt, dennoch erhoffe ich mir, dass das Tempo noch ein wenig angezogen wird. Die Leseprobe hat mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht, wie die Ermittlungen weitergehen. Mich beschäftigt dabei vor allem die Frage, ob wir es hier tatsächlich mit Voodoo zu tun haben, oder aber ob es sich nicht doch einfach nur um einen sehr gerissenen Mörder handelt, der seine eigenen Wege kennt, unbemerkt in die Häuser anderer Menschen zu gelangen.

Einen Kritikpunkt habe ich dennoch.  Im Prolog findet sich ein Leserbrief aus einer Tageszeitung, der auch als solcher dargestellt wurde. Wie dieser in der Printausgabe wirkt, kann ich natürlich nicht sagen. Jedoch war der Kontrast zwischen den Buchstaben und dem generellen Hintergrund des Readers zu gering. Selbst mit komplett ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung, waren die Zeilen recht schwer zu entziffern. Bis auf diesen Punkt, der zum Glück (hoffentlich) nur einen geringen Teil des Romans ausmacht, hat mir die Leseprobe soweit gefallen, dass ich dem im März erscheinenden Werk gerne entgegensehe.

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