Rezensionen

[Rezension] Dein Leben gegen meins von Liv Constantin

Mal wieder waren die sozialen Netzwerke und mit ihnen ihre fleißigen Bloggerinen Schuld daran, dass ich ein bestimmtes Buch lesen wollte. Eigentlich war es auch nur ein kurzer Tweet von Juliane von I am Jane der mich aufhorchen ließ. Bekanntlich war meine Thrillerbilanz der letzten Monate mehr als mau und ich brauchte dringend wieder einen Roman dieser Sorte, der mich so richtig zu überzeugen weiß. Und diesen hatte, Juliane sei Dank, mit Dein Leben gegen meins gefunden.

Titel: Dein Leben gegen meins
Originaltitel: The Last Mrs. Parrish
Autoren: Liv Constantin (Lynne und Valerie Constantine)
Übersetzung: Alexander Weber
Verlag: HarperCollins Deutschland
Genre: Thriller
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 05.03.2018
ISBN: 978-3959671538

Amber hat es satt, unsichtbar zu sein. Sie will Daphnes perfektes Leben, ihr Geld, ihre Häuser, doch vor allem will sie ihren Mann: den attraktiven und extrem erfolgreichen Jackson Parrish.
Und sie wird nicht ruhen, bis sie Daphnes Platz eingenommen hat. (Verkürzte Inhaltsangabe des Verlags)

Liv Constantine ist das Pseudonym der beiden Schwestern Lynne und Valerie Constantine. Lynne Constantine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in der Nähe von New York. Valerie Constantine verbringt einen Teil des Jahres in England und lebt den Rest des Jahres in Annapolis, Maryland. Sie schreiben bereits an ihrem nächsten gemeinsamen Buch. (Verlag)

Wird nachgereicht, sobald verfügbar.

Meinung

 

Anmerkung:
Klicken für Triggerwarnung

Bei Dein Leben gegen meins handelt es sich um einen Thriller der Gewalt, insbesondere psychische und sexuelle Gewalt, enthält. Die Szenen sind nicht immer explizit, kommen jedoch in einem größerem Umfang vor.

 

Ein fast schon unscheinbares Cover, vergleicht man es mit anderen zu dieser Zeit erschienen Titeln, verbirgt einen packenden Inhalt, der sich so nicht direkt erschließen lässt. Aufgeteilt in drei Akte beginnt der Thriller zunächst ruhig und lässt sich Zeit bei der Einführung der wichtigsten Figuren. Schnell kristallisiert sich dabei eine Abneigung gegen Protagonistin Amber heraus, die das Autorinnenduo in ihrer Unart perfekt in Szene setzen konnte. Es ist eine Kunst für sich Figur so zu schaffen, dass sie gleichzeitig Abneigung und Spannung auf das noch Folgende im Leser heraufbeschwören können.

Lynne und Valerie Constantine haben ein Händchen dafür, ihre Leser auf falsche Fährten zu locken und schrecken dabei auch nicht davor zurück, Stereotypen heraufzubeschwören, nur um diese dann im weiteren Verlauf genau so zu zerschmettern, wie sie diese erschaffen haben. Deswegen sollte man sich, lässt man sich auf das Werk der beiden Schwestern ein, nicht von dem ersten Teil mit seinen Klischeerollen abwimmeln lassen.

Der Ausgang der Geschichte lässt sich ab dem entscheidenden Wendepunkt sicher von selbst erahnen, jedoch ist der Weg zum Ziel so spannend verfasst, dass ich teilweise mit heftigem Herzklopfen das Geschehen mitverfolgt habe. Vielleicht ist dies noch untertrieben dargestellt, denn ich war teilweise doch recht schockiert über das Verhalten bzw. die Handlungen einzelner Charaktere. Hatte ich ganz zu anfangs noch gedacht, mit keiner der Schlüsselfiguren sympathisieren zu können, überraschte eine mich später doch noch positiv. Genug Stoff für spannende Lesestunden ist somit reichlich vorhanden – wenn auch hier einiges vorhersehbar ist, passt man gut genug auf und liest zwischen den Zeilen. Und so wandelte ich während der kompletten Lektüre auf einem unebenen Weg und wusste teilweise nicht wohin mit meinen Gefühlen. Ich habe mir seit Langem wieder einen aufwühlenden Thriller gewünscht und habe diesen auch mit Dein Leben gegen meins bekommen.

Um sich nicht selbst zu viel vorweg zu nehmen, sollte man den Klappentext nicht gelesen haben. Ich hab ihn aus diesem Grund in der Informationsbox nur verkürzt dargestellt, um euch nicht den Lesespaß daran zu nehmen.

Fazit

Dein Leben gegen meins spielt mit dem Schubladendenken, dass uns allen durch das vorgelebte „perfekte“ Leben der anderen durch unsere Köpfe geistert und zeigt eine ganz neue Sicht auf das grünere Gras auf der anderen Seite. Dabei sind seine Charaktere teilweise eine Prise zu viel überzogen und auch wenn das Ende ein wenig zu viel des Guten mit sich bringt, wartet der Thriller mit jeder Menge Nervenkitzel auf.

„Ein wahnsinnig geschickt gestrickter Thriller über psychische Abgründe.“

I am Jane

 

Rezensionsexemplar
Cover und Klappentext: HaperCollins

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9 thoughts on “[Rezension] Dein Leben gegen meins von Liv Constantin

  1. Oh das klingt nach einem Buch für mich und wandert gleich mal auf meine Wunschliste!
    Liebe Grüße Anett.

  2. Thriller sind ja nun genau meine Kragenweite und dass da immer mal etwas überzogen dargestellt wird, ist in diesem Genre schon an der Tagesordnung – dieser Punkt stört mich also nicht wirklich. Deshalb habe ich gleich mal darauf verzichtet, den Klappentext zu lesen und schwenke stattdessen gleich mal zu „I am Jane“ rüber.

    LG Gabi

    1. Mich hat es auch nicht gestört finde es aber wichtig, es erwähnt zu haben. 🙂 Gibt ja genug, die darauf Wer legen. Ich würde gerne noch mehr darauf eingehen, aber das würde einfach zu viel verraten. 😬

  3. Das B uch steht ja schon länger auf meiner Wunschliste und bin nun froh den Klappentext auch nicht mehr auf dem Schirm zu haben! Immer wieder schade, wenn der Klappentext spoilert, zu viel vorweg nimmt, etc …

    Auch wenn du kritischer als Juliane bist, so bin ich dennoch gespannt auf die Geschichte!

    1. Ich hätte gerne noch so viel mehr dazu geschrieben, noch mehr Punkte angesprochen die ich besonders gut fand, oder die mich überrascht haben. Aber das würde einfach zu vie spoilern. Es gibt einfach diese Thriller, die man selbst erleben muss, weißt du was ich meine?

      Ich denke grad wirklich darüber nach, in solchen Fällen zwei Rezensionen zu verfassen. Eine für alle die es noch lesen wollen und dann noch die für jene die es schon kennen als Diskussionsbasis.

      1. Ich weiß absolut was du meinst! Gibt einige Bücher bei denen man wirklich aufpassen muss, wieviel man von welchen Szenen bzw. der Geschichte preis gibt! Deine Idee ist absolut genial, aber natürlich auch mit nicht gerade wenig Mehrarbeit verbunden … Sonst würd ich direkt mit auf deinen Ideenzug springen (=

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