Rezensionen

[Rezension] Mila & Luis von Marie Birken

Cover Mila & Luis

Mila & Luis kam auf eine etwas andere Art und Weise zu mir. Während meines Aufenthalts in Leipzig (aufgrund der Buchmesse) in diesem Jahr, lernte ich Autorin Maria Birken beim Frühstück im Hotel kennen. Wir sprachen über das Rezensieren, Jugendbücher und die Messe und irgendwann bot sie mir dann eines ihrer Bücher zum Zwecke der Rezension an. Da ich mich, besonders in diesem Gerne, gerne überraschen lasse, habe ich gerne zugesagt. Mit reichlich Verspätung erschein nun endlich die Rezension zu Mila & Luis.

Inhalt

„Das Leben der Zwillinge Mila & Luis dreht sich um Freundschaften, Partys, erstes Verliebtsein, Probleme mit den Eltern
und dem ein oder anderem Mitschüler. Ein ganz normaler Teenageralltag eben und du als Leser mittendrin. Aber auch so manchen Schicksalsschlag müssen die beiden in ihren jungen Jahren verkraften.“

Meinung

So recht wollten der Roman und ich nicht zusammenfinden. Vor allem lag dies an der Art der Erzählung. Mila & Luis ist ein Roman für Jugendliche, der einen sehr kindgerechten Ton aufweist. Es ist verwirrend, einem Plot mit jugendlichen Geschwistern zu folgen, der sich wie ein Kinderbuch anfühlt. Vor allem, wenn sich die Unterhaltungen der Erwachsenen ähnlich lesen, wie die der Jugendlichen. Gewiss ist erst einmal die Zielgruppe anzusprechen, mich hätte dies selbst jedoch auch in meinen Teenagerjahren gestört. Ich betone gerne wieder, dass es zweierlei Jugendbücher gibt. Diejenigen, die auf in ihrer Gesamtheit auf die Zielgruppe abgestimmt sind und jene, die sich in allen Altersklassen gut lesen lassen. Mila & Luis gehört definitiv in die erste Kategorie und somit würde ich auch das Buch auch eher bei einem jüngeren Publikum sehen.

Trotz dieses Umstandes beweist die Autorin dass sie es verstanden hat, sich in die Gefühlslage Pubertierender zu versetzen. Die beiden Hauptfiguren wirken dadurch authentisch und es fällt nicht schwer, sich in sie hinein zu versetzen.

Wichtige Themen wie etwa Alkohol und eine drohende Scheidung der Eltern werden angesprochen, jedoch rasch abgehandelt. Auf knapp 200 Seiten finden somit viele verschiedene Lebenssituationen der Zwillinge Platz und werden mal mehr, mal weniger zufriedenstellend beleuchtet. Für Leser ab 12 Jahren mag der Umfang sicherlich ausreichend sein. Mir war die Auflösung einer der Krisen in einem recht kurzen Epilog dann doch zu nichtssagend.

Leider kommt auch dieser Roman nicht ohne die gängigen Klischees aus. Gerade aufgrund der Tatsache, dass auch ernstere Umstände eingebaut worden sind, wäre ich über das Weglassen dieser erfreut gewesen.

„Und außerdem wollen Jungs um einen kämpfen. Mädchen, die ihnen hinterher laufen sind langweilig.“
– Seite 102

Völlig subjektiv ist meine Meinung zum Cover. Es ist immer eine Frage des Geschmacks, jedoch ist die Gestaltung dieses in meinen Augen nicht sehr ansprechend. Hätte ich nicht so ein nettes Gespräch mit der Autorin geführt und das Buch zufällig auf der Messe oder im Netz gesehen, wäre es mit Sicherheit an mir vorbei gerauscht.

Fazit

Mila & Luis ist ein netter kleiner Roman über die Problematik des Erwachsenwerdens. Angeschnittene Probleme könnten mehr beleuchtet und ein paar Klischees vermieden werden. Ingesamt ist es eine flotte Geschichte für eine junge Leserschaft. Ich selbst würde von der Autorin in Zukunft lieber Bücher für eine ältere Zielgruppe lesen wollen.

 

 

Rezensionsexemplar
Inhaltsangabe und Cover: Marie Birken

Könnte dir auch gefallen